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Wall Street schließt uneinheitlich

Die Wall Street hat am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Während die Standardwerte trotz einer Anzahl pessimistischer Prognosen von US-Unternehmen fester aus dem Handel gingen, wurden die Technologiewerte an der Nasdaq nach der deutlichen Erholung der vergangenen Tage von Gewinnmitnahmen belastet.

Reuters NEW YORK. Die Anleger hätten sich zudem vor der bei Sitzungsende noch ausstehenden Entscheidung des Obersten US-Gerichts im Kampf um das US-Präsidentenamt mehrheitlich abwartend verhalten, sagten Händler.

Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte lag bei Sitzungsschluss 42,47 Punkte oder 0,40 % im Plus bei 10 768,27 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab dagegen 0,65 % auf 1371,18 Punkte nach. Der technologielastige Nasdaq Composite Index rutschte 2,76 % ins Minus und schloss auf 2931,90 Zähler. Am Montag hatte der Index erstmals seit Ende November die 3000-Punkte-Marke wieder überschritten.

Die pessimistischen Prognosen von namhaften US-Unternehmen wie Eastman Kodak, General Motors oder Honeywell hätten den Anlegern keine allzugroßen Sorgen bereitet, sagten Händler. "Der Markt hat das abnehmende US-Wirtschaftswachstum und die damit normalerweise einhergehenden sinkenden Unternehmensgewinne schon in die Aktienpreise eingerechnet. Deshalb ist der Einfluss der neusten Gewinnwarnungen relativ gering gewesen", sagte der Chefmarktstratege Wood Walker von Legg Manson. Eastman Kodak und der Technologie- und Rüstungskonzern Honeywell hatten zuvor Gewinnwarnungen veröffentlicht. Kodak hatte dies mit einer schwächeren Nachfrage nach seinen Produkten im Zuge des sich verlangsamenden Wachstums der US-Wirtschaft begründet, während Honeywell auch Maßnahmen im Zuge der geplanten Übernahme durch den US-Konzern General Electric als Ursache genannt hatte. Während die Eastman-Kodak Papiere um 3,8 % auf rund 41 $ zulegten, verbilligten sich Honeywell um 5,5 % auf 52-1/8 $. Von der Honeywell-Warnung waren auch General Electric, die vor der Übernahme der Honeywell stehen, betroffen. Die Papiere gaben 4,5 % auf 52-13/16 $ nach, obwohl der Konzern seine vorherigen Prognosen für Gewinn und Umsatz bekräftigt hatte.

General Motors rückten um 0,4 % auf 51-3/4 $ vor, nachdem der Autohersteller seine Gewinnprognosen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2000 gesenkt und zugleich bekannt gegeben hatte, zehn Prozent der Stellen in Nordamerika und Europa abbauen zu wollen.

Der Konsumgüterhersteller Procter&Gamble verzeichnete Kursgewinne von 4,2 %, nachdem die Konkurrentin Colgate-Palmolive einen optimistischen Ausblick für das Jahr 2001 abgegeben hatte. Palmolive-Colgate gewannen 4,3 % auf rund 59 $.

An der New York Stock Exchange standen bei Umsätzen von rund 1,07 Mrd. Aktien 1588 Kursverlierern 1272 Kursgewinner gegenüber. Insgesamt wurden 3322 Titel gehandelt. An der Nasdaq überwogen bei 1,87 Mrd. gehandelter Aktien die Verlierer die Gewinner im Verhältnis drei zu zwei.

Am US-Rentenmarkt notierten die richtungweisenden 30-jährigen Bonds zuletzt um 5/32 fester und brachten eine Rendite von 5,533 %.

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