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Wall Street schließt uneinheitlich

Die New Yorker Aktienmärkte haben am Montag uneinheitlich geschlossen. Händlern zufolge beflügelte die Veröffentlichung des besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturindexes der US-Einkaufsmanager die Hoffnungen der Anleger auf eine Belebung der US-Wirtschaft. Davon hätten insbesondere die Standardwerte profitiert.

Reuters NEW YORK. Technologiewerte gaben dagegen zwischenzeitliche Kursgewinne wieder ab, da Befürchtungen der Marktteilnehmer, die Kurse seien im Verhältnis zu den Geschäftszahlen der Unternehmen immer noch zu hoch, den Sektor belastet hätten, hieß es. Der Markt sei insgesamt wegen einer Reihe von Gewinnwarnungen recht volatil, sagte ein Börsianer. Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte schloss 0,87 % fester auf 10 593,65 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 1,01 % auf 1236,73 Zähler, während der technologielastige Nasdaq-Composite-Index 0,55 % auf 2148,72 Zähler verlor.

Der Index der US-Einkaufsmanager war nach Angaben der Einkaufsmanagervereinigung NAPM im Juni mit 44,7 nach 42,1 Punkten im Mai auf den höchsten Stand seit Jahresbeginn gestiegen. Analysten hatten eine Zunahme auf lediglich 42,8 Punkte prognostiziert. Nach Einschätzung von Ökonomen könnte der höher als erwartet ausgefallene Anstieg ein Ende der Talfahrt für die verarbeitende Industrie in den USA bedeuten.

Unter den Standardwerten standen die Titel des US-Mischkonzerns Minnesota Mining & Manufacturing (3M) im Fokus der Anleger, die 2,77 % fester auf 117,26 Dollar schlossen, obwohl das Unternehmen zuvor eine Gewinnwarnung für das zweite Quartal in Folge der weltweiten wirtschaftlichen Abschwächung und des starken US-Dollars ausgegeben hatte. Im Trend positiv schlossen auch andere Industriewerte, wie Caterpillar Inc., die Aufschläge von 3,82 % auf fast 52 Dollar verzeichneten. Von Interesse war Händlern zufolge auch die weitere Entwicklung der geplanten Fusion zwischen den US-Konzernen General Electric (GE) und Honeywell. Die beiden Unternehmen erwogen nach Angaben aus mit den Gesprächen vertrauten Kreisen die Rücknahme ihres Fusionsantrages angesichts der ablehnenden Haltung der Europäischen Kommission. Während General Electric um fast drei Prozent fester auf 50,20 Dollar aus dem Handel gingen, verloren Honeywell 2,52 % auf 34,11 Dollar.

Im Trend positiv schlossen Parker Hannifin Corp., die 0,68 % auf 42,73 Dollar nachgaben, obwohl das weltweit führende Unternehmen im Automatisierungseinrichtungs-Bereich am Freitag eine Gewinnwarnung wegen der rückläufigen Nachfrage des US-Industriesektors bekannt gegeben hatte. Deutlich im Minus dagegen schlossen die Titel der auf die Distribution von Gesundheits-und Pharmaprodukten spezialisierten Priority Healthcare Corp., die 14,64 % auf 24,14 Dollar einbrachen. Zuvor hatte das Unternehmen eine Gewinnwarnung insbesondere wegen der verzögerten Markteinführung von Schlüsselprodukten ausgegeben. Die Aktien der UAL, der Muttergesellschaft der United Airlines, verloren 1,28 % auf 34,70 Dollar, während US Airways 14,03 % auf 20,89 Dollar fielen. United Airlines hatte zuvor mitgeteilt, mit US Airways über einen Abbruch der geplanten Fusion zu verhandeln.

Im Technologiesektor sorgten die Aufschläge der Online-Rekrutierungsfirma HotJobs.com Ltd von fast 40 % auf 12,49 Dollar für etwas Aufhellung. Zuvor hatte TMP Worldwide bekannt gegeben den Konkurrenten HotJobs.com Ltd für rund 460 Mill. $ zu erwerben.

An der New York Stock Exchange wechselten insgesamt rund 1,11 Mrd. Aktien den Besitzer. Dabei überwogen 1599 Gewinner 1463 Verlierer, 193 Titel schlossen unverändert. An der Nasdaq schlossen nach Umsätzen von rund 1,48 Mrd. Aktien 2233 Titel im Minus, 1554 im Plus und 311 unverändert.

Am US-Rentenmarkt notierten die richtungweisenden 30-jährigen Bonds zuletzt um 27/32 fester und erbrachten eine Rendite von rund 5,69 %.

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