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Wall Street schließt uneinheitlich

Die US-Märkte schlossen am Montag uneinheitlich. Die Angst vor der weiteren Abkühlung der US-Wirtschaft, mögliche Gewinnwarnungen und schwache Unternehmensgewinne im dritten Quartal belasteten die Märkte.

Nur gelegentlich sorgten an dem trüben Handelstag gute Nachrichten für ein wenig Optimismus und führten bei den Indizes zu Richtungswechseln. Der Dow Jones Index schloss schließlich nur 34 Punkte unter seinem Schlussstand vom Freitag auf 9605 Zählern. Der Nasdaq Index gewann 0,47 Prozent auf 1695 Punkte.

Als Retter vor größeren Verlusten erwiesen sich zum Wochenauftakt die Aktien des Pharma- und Telefonsektors. Anleger versuchten am Montag ihr Kapital im Hafen der defensiven Aktien in Sicherheit zu bringen. Einige Händler stellen vor allem bei Pharmawerten zufriedenstellende Quartalszahlen in Aussicht. Selbst bei einer weiterhin abkühlenden US-Wirtschaft werde der Sektor die Quartalsprognosen voraussichtlich einhalten können. Die Aktien von Pfizer legte 3,16 Prozent auf Dollar zu. Bristol-Myers gewann 3,45 Prozent auf 58,41 Dollar. Auf Seiten des Dow Jones Index stand Pharmaaktie Merck ganz oben auf dem Siegertreppchen. Der Titel verteuerte sich um 2,80 Prozent auf 66,10 Dollar.

Die Aktien von 3M und Philip Morris verteuerten sich ebenfalls. Unter anderem machten die Kursverluste bei Boeing, Eastman Kodak und Alcoa die Gewinne des Dow Jones Index jedoch wieder zu Nichte. Da halfen auch die Kursgewinne bei SBC Communications und anderen Telekommunikationswerten nicht viel. SBC zeigte sich mit einem Plus von 5,93 Prozent auf 43,43 Dollar als erfolgreichster der 30 Dow Jones Werte.

Qwest Communications gewann trotz schlechter Nachrichten 9,7 Prozent auf 19,90 Dollar. Das wirtschaftliche Umfeld verschlechtere sich, warnt das Management und senkt die Prognose für den Geschäftsverlauf in 2002. Das Umsatzwachstum werde nur im "hohen einstelligen Bereich" liegen. Zum Ende des ersten Quartals 2002 wird der Anbieter von Hochgeschwindigkeits-Internetzugängen 4000 Jobs streichen.

Dem Nasaq Index halfen die Kursgewinne bei Qualcomm. Qualcomms CDMA-Technologie werde sich im Mobiltelefonsektor weiter verbreiten, so die beflügelnden Worte von Brokerhaus Credit Suisse First Boston. Allein im Juli habe sich die Zahl der mit CDMA ausgestatteten Mobiltelefone auf dem koreanischen Markt im Vergleich zum Vormonat verdoppelt. Das zeigte ein Treffen mit koreanischen Service-Providern. Im Juli verfügten allein 50 Prozent der verkaufen Handys über diesen Technologiestandard. Weiter rechnen die Experten damit, dass es Qualcomm gelingen wird, Motorola Marktanteile abzunehmen. Die Analysten stufen die Aktie des Unternehmens von "halten" auf "kaufen" herauf. Das Papier gewann 2,77 Prozent auf 50,54 Dollar. Konkurrent Motorola legte 5,25 Prozent auf 15,04 Dollar zu.

Verhalte Stimmung herrschte bei Nortel. Der nordamerikanische Hersteller von Telekom-Komponenten blickt einer ungewissen Zukunft entgegen. Vorstand John Roth befürchtet, dass die Nachfrage nach Nortels Computerprodukten weiter nachlassen könnte. Wann die Investitionen in Technologie in den USA wieder ansteigen, sei laut Roth derzeit nicht absehbar. Das Management lehnte es ab, Umsatzprognosen für das dritte und das laufende Halbjahr zu veröffentlichen. Das Papier verbilligt sich um 3,25 Prozent auf 5,35 Dollar.

Höher im Kurs stand das Papier von AOL Time Warner. Der Wert profitierte von Fusionsphantasien mit der AT&Ts Kabelfernsehsparte und gewann 6,6 Prozent auf 34,41 Dollar. Gemeinsam könnten beide Unternehmen über einen Kundenstamm von insgesamt rund 26 Millionen Kunden verfügen. Im Juli lehnte AT&T ein Kaufangebot von Comcast über 40 Milliarden Dollar für die Sparte Kabelfernsehen ab. Die Aktie von AT&T tendierte zum Handelsschluss 0,28 Prozent im Minus bei 19,90 Dollar.

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