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Wall Street schließt vor Fed-Sitzung im Plus

Am Abend vor der Notenbanksitzung schließen New Yorks Aktienmärkte einheitlich im Plus. Der Dow Jones Index legt rund 1,4 Prozent an Wert zu. Der Nasdaq Index geht mit Punktgewinnen von 3,2 Prozent in den Feierabend. Sind es Leerverkäufe, die die Indizes in den grünen Bereich hieven? Oder ist es tatsächlich die Hoffnung auf eine Zinssenkung um 75 Prozent, die die Märkte beflügelt.

"Der Markt soll sich nicht zu sicher sein", warnt ein Analyst von Brokerhaus Merrill Lynch. Denn die Notenbank wolle nicht den Eindruck erwecken, der Retter des Aktienmarktes zu sein. Zwar büßte der Dow Jones Index in der vergangenen Woche rund 7,7 Prozent an Punkten ein. Der Nasdaq Index verlor rund sieben Wochen in Folge an Wert. Doch wird sich die Notenbank in ihrer Entscheidung auf ökonomischen Daten stützten müssen. Und diese zeigen, dass das Verbrauchervertrauen tendenziell nicht weiter sinkt und die Anzahl der Automobilverkäufe sich nicht so stark rückläufig entwickelt wie erwartet.

Spannend bleibt es auf jeden Fall bis Morgenmittag. Während optimistische Analysten mit einer Zinssenkung von 75 Basispunkten auf 4,75 Prozent rechnen, gehen die meisten Fachleute nur von einer Herabsetzung um 50 Basispunkte aus.

Vor Handelsschluss deckten sich Händler und Investoren noch einmal kräftig ein. Sowohl Qualcomm als auch Bea Systems, Ebay, CMGI und Siebel gingen mit Kursgewinnen von 14 Prozent aus dem Rennen. Die Gewinnerliste der Dow Jones Werte führten Hewlett Packard, Boeing, DuPont und General Motors an.

Besonders beliebt waren zum Wochenauftakt die Aktien der Glasfaserindustrie. Corning und JDS Uniphase legten an Wert zu. Lediglich Ciena rutschte ins negative Terrain. Ebenfalls auf der Einkaufsliste standen B2B-Aktien. Nach positiven Analystenkommentaren legten Ariba und CommerceOne und Co. kräftig zu.

Negative Analystenkommentare katapultierten die Aktie von Intel an die Spitze der Nasdaq-Verlierer. Ashok Kumar von Bancorp Piper Jaffray sagte, das Papier könnte wieder auf das Niveau von 1998 sinken, was einem Kurs von unter 20 Dollar entsprechen würde. Ende letzter Woche notierte die Aktie noch bei 28 Dollar. Da halfen auch die frohe Kunde über den neuen Pentium III-Prozessor, der in Notebooks zum Einsatz kommen wird, nicht mehr.

Lucent Technologies konnte dagegen fast 20 Prozent an Wert zulegen. Ein Dreijahresvertrag wird der Telekommunikationsausrüster zum größten Anbieter des Hochgeschwindigkeits-Netzwerks der dritten Generation für Verizon Wireless, einem Joint Venture von Verizon und Vodafone, machen. Der Deal beläuft sich auf fünf Milliarden Dollar.

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