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Wall Street schließt zum Wochenende uneinheitlich

Die New Yorker Wall Street hat am Freitag uneinheitlich geschlossen. Die Nasdaq sei durch einen Kurseinbruch der Titel von Emulex belastet worden, sagten Händler.

REUTERS New York. Sonst hätten sich die Kurse bei dünnem Handel in engen Grenzen bewegt. Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte schloss 9,89 Punkte oder 0,09 Prozent höher auf 11.192,63 Zählern. Der technologielastige Nasdaq-Index fiel 0,26 Prozent auf 4042,68 Zähler, und der S&P-Index verlor 0,12 Prozent auf 1506,45 Zähler.

Nebst einigen Gewinnmitnahmen bei Software-, Telekom - und Computerchip-Aktien habe ein massiver Kursabschlag bei den Aktien des Datennetzwerk-Unternehmens Emulex die Nasdaq-Börse belastet, sagten Händler. Ein falscher Pressebericht, wonach Emulex ihre Unternehmensresultate erneut veröffentlichen würden, habe den Kursverlust ausgelöst. Nach einem Kurseinbruch um beinahe 43 Prozent wurde der Handel der Titel kurzfristig eingestellt. Zum Schluss notierten Emulex 7-5/16 Dollar tiefer auf 105-3/4 Dollar. Die Papiere von Qlogic fielen im Einklang mit Emulex 5-13/16 Dollar auf 103-7/8 Dollar. "Bei diesem dünnen Markt spielen Emulex eine große Rolle", sagte Bill Meehan von Cantor Fitzgerald zu den Kursverlusten im Technologie-Sektor. Offenbar hätten sich zahlreiche Marktteilnehmer bereits in das Wochenende verabschiedet. Die Umsätze begrenzten sich auf lediglich rund 675 Millionen Aktien an der New Yorker Börse.

Aktien aus dem Biotechnologie-Sektor verliehen dem Nasdaq-Index Analysten zufolge jedoch etwas Unterstützung. Der Sektor habe mit einer "typischen Spätsommerrallye" zugelegt, hieß es. Der Nasdaq-Biotechnologie-Index schloss 2,22 Prozent höher auf 1315,58 Zählern. Der Dow-Jones-Index erhielt Händlern zufolge Unterstützung durch die Aktien von IBM , welche 4-5/16 Dollar auf 129-1/8 Dollar zulegten. Damit sei ein deutlicher Kursverlust der Titel von Coca-Cola ausgeglichen worden.

Die Aktien des Getränkeherstellers fielen 1-15/16 auf 56 Dollar, nachdem Salomon Smith Barney die Umsatzprognose für Coca-Cola tiefer angesetzt hatte. Die am Morgen (Ortszeit) in Washington veröffentlichten Daten zum US-Bruttoinlandprodukt hatten den Erwartungen der Analysten entsprochen. Das Bruttoinlandprodukt stieg im zweiten Quartal um 5,3 Prozent im Vergleich zu 4,8 Prozent im Vormonat.

Der Deflator-Index, ein Indikator der Preissteigerung in den USA, zeigte einen Zuwachs von 2,6 Prozent, gegenüber 2,5 Prozent im Vormonat, an. Händlern zufolge hatte der Markt keine Reaktion auf die Daten gezeigt. Man gehe am New Yorker Markt davon aus, dass für die kommende Zeit keine Gefahr einer Zinserhöhung bestehe, hieß es.

An der New Yorker Börse schlossen am Freitag 1420 Titel höher, 1329 niedriger und 560 unverändert. Die richtungsweisenden 30-jährigen Bonds notierten bei Börsenschluss 6/32 tiefer mit einer Rendite von 5,671 Prozent.

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