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Wall Street: Starke Tech-Riesen lassen auf Rally hoffen

Die US-Börsen bereiten sich am frühen Mittwochmorgen auf eine Rally vor.

Nachdem die Tech-Riesen IBM und Intel am Dienstagabend positive Ergebnisse gemeldet hatten, sehen Analysten wie Händler dies als ein Zeichen für eine Stabilisierung des Marktes, zumal Insider erwartet hatten, dass Unternehmen in dieser hektischsten Woche der Ertragssaison die schwersten Gewinneinbrüche seit zehn Jahren zu verkraften hätten. Der S & P 500 notiert vorbörslich mit fast zwölf Punkten im Plus, der technologie-lastige Nasdaq Indikator klettert eine halbe Stunde vor Handelsbeginn um 37,5 Punkte ins positive Terrain.

Computerhersteller IBM ist am Morgen der strahlende Star auf dem Börsenparkett. Die Aktie schloss am Vorabend bei 101,85 Dollar und legt vor der Glocke auf 107 Dollar zu. Big Blue hat mit 90 Cents Gewinn je Aktie die Konsensschätzung der Wall Street um einen Penny übertroffen. Chiphersteller Intel erfüllte die Erwartungen mit einem Gewinn von zehn Cents je Aktie. Zumindest kurzfristig dürften ganze Sektoren am Morgen von den good news profitieren.

Nachdem Gewinner und Verlierer am Dienstag durch alle Sektoren gestreut waren, ziehen IBM und Intel die Techs geschlossen ins Plus. Chip-, Halbleiter und Netzwerk-Anbieter fahren schon im vorbörslichen Handel Gewinne ein. Gegen den Trend verhält sich am frühen Morgen das Papier von I2 Technologies. Das Softwareunternehmen hat am Dienstag selbst Zahlen gemeldet, und die sind verheerend. Der Verlust ist im abgelaufenen dritten Quartal deutlich von 31 Millionen auf 55 Millionen Dollar gestiegen. Damit wurden die Erwartungen der Analysten weit verfehlt. I2 Technologies Umsatz fiel von 320 Millionen auf 194 Millionen Dollar. Das Papier verliert schon vor der Glocke fast neun Prozent an Wert.

Pharmas Branchenprimus Pfizer meldete am Morgen ein Gewinnwachstum von 28 Prozent im dritten Quartal. Das Unternehmen weist einen Gewinn von 2,18 Millairden Dollar oder 34 Cents pro Aktie aus, einen Cent mehr als Analysten prognostiziert hatten. Damit schafft Pfizer die Vorgaben von Konkurrent Johnson & Johnson, der am Dienstag gemeldet hatte und im Dienstagshandel fast zwei Prozent an Wert gewinnen konnte. Pfizer gewinnt bereits vorbörslich zwei Prozent. Druck auf den Sektor macht hingegen Eli Lilly. Die FDA-Zulassung für ein neues Blutvergiftungs-Präparat ist umstritten.

Einen Verlust von 502 Millionen musste am Morgen Ford bekannt geben. Der Automobilhersteller leidet wie die ganze Branche unter der schwachen Konjunktur und der drastisch eingebrochen Nachfrage nach Neuwagen in einer sich abzeichnenden Rezession. Die Anleger verlieren 28 Cents pro Aktie, das Papier wurde vorbörslich noch nicht gehandelt. Unter Druck scheint auch Konkurrent General Motors zu stehen. Das Unternehmen hat seine Null-Prozent-Finanzierungsaktion verlängert. Das Modell "Heute kaufen, irgendwann bezahlen" scheint die einzige Möglichkeit zu bieten, in diesem Herbst noch Autos an den Mann zu bringen.

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