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Wall Street tendiert wegen Nahost-Krise uneinheitlich

Standardwerte liegen im Plus - die Nasdaq zeigt sich aber schwach. Intel stürzt um 11 Prozent.

Reuters New York. Die US-Börsen haben am Montag im späten Handel uneinheitlich tendiert. Während die Standardwerte gut behauptet notierten, büßten die Technologiewerte an der Nasdaq im Zuge des Verkaufsdrucks beim weltgrößten Chiphersteller Intel an Terrain ein. Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte lag 0,42 Prozent im Plus auf 10.234 Zählern. Der Nasdaq-Composite-Index verlor dagegen 0,83 Prozent auf 3290 Zähler. Am Freitag hatte der Nasdaq-Index mit einem Kursprung von rund 7,9 Prozent den zweitgrößten Tagesgewinn in seiner Geschichte verzeichnet.

Nachdem zwei Wall-Steet-Banken davor gewarnt hatten, dass der Markt für Mikroprozessoren weiterhin schwach bleibe, stürzten die Titel von Intel rund elf Prozent auf 35-7/8 Dollar ins Minus. Auch die Intel-Konkurrentin Advanced Micro Devices (AMD) gab mit rund acht Prozent auf 20 Dollar deutlich nach. Analysten hatten zuvor Befürchtungen über einen Preiskampf zwischen Intel und AMD geäußert. Jonathan Joseph, Analyst bei Salomon Smith Barney schrieb, dass ein Preiskampf zwischen den Konkurrenten Intel und AMD am Entstehen sei. Diese Meinung teilt auch Charlie Glavin, Analyst bei Credit Suisse First Boston.

Bei den Unternehmensnachrichten sorgte die Bekanntgabe der Übernahmepläne des zweitgrößten US-Erdölkonzerns Chevron für die die Konkurrentin Texaco für Aufsehen. Die Unternehmen teilten am Montag in San Francisco und New York mit, dass Chevron die kleinere Texaco mit eigenen Aktien im Wert von 35 Milliarden Dollar (etwa 80 Milliarden Mark) kaufen werde. Bei einen erfolgreichen Zusammenschluss entstünde damit der viertgrößten Öl- und Gasförderer der Welt mit einer geschätzten Marktkapitalisierung von rund 100 Milliarden Dollar. Chevron verbilligten sich um 5,93 Prozent auf 79-1/4 Dollar, während Texaco 3,85 Prozent auf 57-1/4 Dollar zulegten.

Die Fusionsankündigung von Chevron und Texaco führte jedoch nicht zu einer Kursrally bei Erdölwerten. Dagegen verursachte nach Händlerangaben der sinkende Rohölpreis eine schwächere Tendenz in diesem Sektor. So verbilligten sich die Titel des größten US-Erdölkonzers Exxon Mobil um 2-1/2 Dollar auf 2,76 Dollar.

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