Wall Street: The Weak Ahead
Die Ertragsschwemme geht weiter

Fast die Hälfte der Dow-Unternehmen hat in der vergangenen Woche Quartalszahlen vorgelegt, darunter waren einige der Konzerne, aus deren Ergebnissen Analysten und Anleger gerne Schlüsse auf das konjunkturelle, wirtschaftliche und börsentechnische Auf und Ab der nächsten Periode ziehen. Doch das haben sie nicht - viel zu euphorisch reagierte man auf ein paar starke Zahlen zu Beginn der Ertragssaison.

wsc NEW YORK. In der nächsten Woche geht die Zahlenschwemme weiter. Von den Blue Chips melden erneut eine ganze Reihe, darunter gleich am Montag 3M und dann im Laufe der nächsten Tage die Telekomkonzerne AT&T und SBC Communications, die Industrie-Zykliker DuPont, Eastman Kodak und International Paper sowie der Burger-Bräter McDonalds.

Unterm Strich stehen deutlich mehr Konferenzen von Industriewerte auf dem Stundenplan, nachdem die Vorwoche stark von den Zahlen der High-Techs geprägt war. Damit dürfte etwas Ruhe einkehren, da die Nachrichten von Microsoft, Intel oder IBM für gewöhnlich mehr Emotion freisetzen und für höhere Volatilität sorgen als gute (oder schlechte) Ergebnisse der Multis.

Etwas weniger Volatilität täte dem Markt gut. Sicher ist es spannend, täglich Kurssprünge um 250 Punkte zu sehen, doch hatten die jüngsten Schwankungen mit dem tatsächlichen Markt und mit der Konjunktur nicht viel zu tun. Die meisten Experten halten die Oktober-Rallye nur für einen weitern Run im Bärenmarkt, sehen in einem Gewinn von zeitweise fast 1000 Zählern keine Basis für eine Trendwende. Entsprechend ist über das Wochenende und in den nächsten Tagen damit zu rechnen, dass sich viele Anleger noch einmal weitreichendere Gedanken über die Zukunft ihres Investments machen und sich noch einmal vom Parkett verabschieden.

Hinweise aus dem konjunkturellen Umfeld bekommen Anleger in den nächsten Tagen erneut nur wenige. Auf den Index der Führenden Indikatoren hört man im Allgemeinen wenig, da er eine Zusammenfassung meist bekannter Daten zur Wirtschaft ist. Zur Wochenmitte legt die Fed das "Beige Book" vor, und am Freitag gibt es den Report über die Zahl der Bestellungen langlebiger Güter und einen Blick auf das Verbrauchervertrauen, das zur Zeit auf einem historisch niedrigen Stand notiert.

© Wall Street Correspondents, Inc.

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