Wall Street - The Week Ahead
Nachrichten von Feld, Firmen und Konjunktur

Die erste Woche des Irakkrieges war von der Euphorie einer Siegermacht gezeichnet - im Weißen Haus, im Pentagon und an der Börse. Die zweite Woche war im Weißen Haus und im Pentagon von Durchhalteparolen und oft roher Polemik gezeichnet, und an der Börse von Zweifeln. Die dürften sich noch eine Zeit lang anhalten.

NEW YORK. Offensichtlich läuft die Schlacht im Golf nicht so, wie man sich das in Washington vorgestellt hat. Für die Börse ist das schlecht, denn es ist allein der Krieg, der die Kurse diktiert. Noch. Denn in der nächsten Woche werden sich zwar nicht unbedingt die Prioritäten ändern, und die Nachrichtensender werden wohl auch kaum von ihrer 24/7-Kriegsberichterstattung abrücken (leider!), doch melden schon die ersten Unternehmen über das nun abgelaufene erste Quartal des Jahres, und so gehen auch einige fundamental wirtschaftliche Überlegungen in die Kurse.

Aus dem Dow meldet traditionell als erstes Unternehmen der Aluminiumriese Alcoa, und dessen Ergebnis und Ausblick dürften den Handel prägen, zumal die Alcoa-Zahlen immer auch als konjunktureller Indikator zu verstehen sind.

Darüber hinaus melden mit Best Buy und Circuit City die beiden großen Elektronik-Einzelhändler, und deren Zahlen werden am Markt in zwei Richtungen ausgelegt: Als Richtlinie für den Einzelhandel, und als Orientierung für die Chip- und Hightech-Industrie, deren Produkte ja in Fernseher, Video- und DVD-Player, Telefone und alle möglichen Entertainmentprodukte einfließen.

Ein Blick auf die Umsätze in der Automobilbranche, auf die Fabrikbestellungen und vor allem auf den Arbeitsmarkt öffnen Konjunkturbeobachtern die Augen, vor allem letzterer am Freitag dürfte noch einmal Klarheit darüber bringen, ob alsbald mit einer Erholung zu rechnen ist. Allgemein erwartet man dies nicht.

Fest erwartet wird hingegen, dass trotz aller übrigen Meldungen der Krieg im Golf das dominierende Thema der kommenden Handelswoche sein wird, die die erte des zweiten Quartals sein wird. Wie das erste Quartal ausging, das wird sich wohl erst am Montagabend entscheiden. Dow Jones und der marktbreite S&P 500 haben gegenüber dem Handelsbeginn am 2. Januar leicht verloren, die Nasdaq liegt im grünen Bereich.

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