Wall Street – The Week Ahead
Start in die Ertragssaison: Die Stunde der Wahrheit

Mit einer Rallye ging die vergangene Woche zu Ende - und damit ist für die kommende wieder alles offen. Im aktuellen Umfeld ist unwahrscheinlich, dass die Kurse an der Wall Street weiter anziehen werden.

NEW YORK. Der Aktien-Run vom Freitag fand bei schwachem Volumen statt, die breite Masse wird am Montag von einem langen Wochenende in den Markt zurückkehren, sich über die unerwarteten Gewinne freuen und - sofort verkaufen.

Das wäre nicht mehr als eine angemessene Reaktion auf zahlreiche schlechte Nachrichten in den vergangenen Wochen, die Anleger natürlich trotz einer erfreulichen Rally nicht so einfach vergessen. Zum Beispiel der anhaltend schwache Arbeitsmarkt, den Experten im zweiten Halbjahr weiter schwach sehen. Oder weitere Bilanzskandale, die während der Ertragssaison der nächsten Wochen ans Licht treten dürften, wenn man mehr denn je hinter die Kulissen der Bilanzen sehen wird. Völlig uninteressant sind für Anleger und Analysten die EBITDA geworden, also der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Aber auch Gewinn und Umsatz allein dürften weniger im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen als sonst - man wird hinterfragen, wie diese entstanden sind und ob die bilanzierten Zahlen den Fakten entsprechen.

In der ersten Woche der Ertragssaison wird der Wall Street ein interessanter Cocktail von Quartalszahlen serviert. So melden die Dow-Schwergewichte Alcoa und General Electric, aus deren Performance sich viel über das konjunkturelle Umfeld und die Stärken und Schwächen des angebrochenen zweiten Halbjahres lesen lässt. Mit Juniper Networks meldet sich außerdem eines der größten Unternehmen aus dem arg gebeutelten Netzwerk-Sektors zu Wort, aus dem High-Tech-Bereich öffnen ferner Peregrine Systems, Rambus und der Online-Riese Yahoo die Bücher. Letzterer wird, ebenso wie das Verlagshaus Dow Jones ("Wall Street Journal") auch Informationen zum Werbemarkt geben, der seinerseits ein wichtiger Indikator der Konjunktur ist.

Direkt von der konjunkturellen Seite stehen Zahlen an zum Verbrauchervertrauen, zu Einzelhandelsverkäufen und Lagerbeständen im Großhandel.

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