Wall Street
US-Börsen drehen im späten Geschäft deutlich ins Plus

Die US-Börsen sind am Mittwoch im späten Geschäft deutlich ins Plus gedreht. Händler sagten, die Anleger hätten das ermäßigte Kursniveau zu Käufen genutzt und konzentrierten sich offenbar auf den positiven Geschäftsausblick einiger großer US-Unternehmen wie Procter & Gamble und Motorola.

Reuters NEW YORK. Sorgen der Anleger um die Entwicklung der Unternehmensgewinne und die Bilanzierungsmethoden belasteten jedoch weiterhin das Geschäft.

Der Dow-Jones-Index notierte zum Handelsschluss 1,06 Prozent im Plus auf 9617,71 Zählern, der Nasdaq-Index stieg um 1,47 Prozent auf 1519,13 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index lag 0,66 Prozent höher auf 1020,26 Zählern.

"Wir haben einige positive Prognosen von Technologiefirmen wie Motorola bekommen, und die Tatsache, dass wir jetzt nach oben gehen, bedeutet, dass wir uns einer überverkauften Situation nähern", sagte Joe Darillo, Leiter Aktienhandel bei der Investmentfirma ING.

Die Nachrichten des US-Konsumgüterherstellers Procter & Gamble und des Handyherstellers Motorola seien vom Markt positiv aufgenommen worden, sagten Händler. Procter & Gamble hatte seine Geschäftsprognose für das laufende Quartal angehoben. Der Aktienkurs stieg um 4,5 Prozent auf 93 Dollar und stützte damit nach Händlerangaben die Standardwerte. Motorola-Aktien legten um 8,5 Prozent auf 15,66 Dollar zu. Der Motorola-Präsident und für das Tagesgeschäft verantwortliche Chief Operating Officer (COO) Edward Breen hatte zuvor auf einer Investorenkonferenz gesagt, der Handyhersteller werde seine Umsatz- und Gewinnprognosen für das zweite Quartal möglicherweise sogar übertreffen.

Die Sorgen um die Glaubwürdigkeit von Konzern-Managern belasteten jedoch weiterhin den Markt und seien durch Nachrichten über die Festnahme des früheren Chefs des US-Biotechnologieunternehmens ImClone, Sam Waksal, verstärkt worden, sagten Händler. Nach Angaben seines Sprechers wurde Waksal wegen des Verdachts auf Insider-Geschäfte festgenommen. Der Aktienkurs des Unternehmens drehte im Zuge der Erholung des Gesamtmarktes nach ersten deutlichen Verlusten zum Schluss mit 3,7 Prozent auf 7,83 Dollar ins Plus.

Die Aktien des Softwareherstellers Siebel schlossen dagegen rund 14 Prozent schwächer auf 15,18 Dollar. Das Unternehmen hatte am Vortag nach US-Börsenschluss das laufende Quartal als ebenso schwierig wie das vorhergehende bezeichnet.

Auch die Aktien des US-Netzwerkausrüsters Juniper Networks notierten rund 1,1 Prozent niedriger auf 7,21 Dollar, nachdem sie zuvor jedoch bei 6,47 Dollar ein Rekordtief erreicht hatten. Die US-Investmentbank Morgan Stanley hatte ihre Bewertung der Aktien auf "under-weight" von zuvor "equal-weight" gesenkt. Die Bank begründete dies unter anderem mit den schwachen Technologieausgaben von Kunden des Unternehmens.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,74 Milliarden Aktien den Besitzer. 1615 Werte legten zu, 1590 gaben nach und 182 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,01 Milliarden Aktien 1559 im Plus, 1922 im Minus und 299 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 5/32 auf 99-12/32. Sie rentierten mit 4,954 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 11/32 auf 97-24/32 und hatten eine Rendite von 5,531 Prozent.

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