Wall Street
US-Märkte stabilisieren sich nach schwachem Start

Die Rally an der Wall Street ist zunächst gebremst worden. Am Donnerstag eröffnen die US-Märkte im Minus, konnten sich im Verlauf jedoch im grünen Bereich stabilisieren.

Der Dow Jones Index notiert mittlerweile mit einem Plus von 0,44% immer noch über der psychologisch wichtigen Grenze von 9800, die gestern überschritten worden war. Die Nasdaq drehte nach Anfangsverlusten ebenfalls ins Plus und gewinnt aktuell 0,63% auf 1915,19 Punkte.

Die Wirtschaftsdaten von frühen Morgen haben die Kurse nicht sehr beeinflusst. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung ist gesunken, und zwar stärker als die Wall Street erwartet hatte. Das ist einerseits ein gut, andererseits ist die Zahl der Arbeitslosen, die schon seit mehr als einem Monat keinen Job mehr haben, auf ein neues Hoch gestiegen. Im aktuell schwachen wirtschaftlichen Umfeld ist es also schwerer denn je, eine neue Stelle zu finden.

Die Technologie-Aktien zogen die Wall Street am Morgen zunächst in den Keller. Der Chip-Equipment-Hersteller Applied Materials hat am spätem Mittwochabend Quartalsergebnisse vorgelegt. Das Unternehmen hat nicht nur die Erwartungen der Analysten um einen Cent verfehlt, sondern sendet katastrophale Signale für die gesamte Branche aus: Die Gewinne seien nicht nur um 97 Prozent eingebrochen, auch in naher Zukunft stünden die Aussichten schlecht. Im laufenden Quartal erwartet man erneut Umsatzrückgänge, da die Nachfrage nach Chips weiter drastisch sinke. Applied Materials verliert fünf Prozent. Die Branche gibt im Mittel zwei Prozent nach.

Schlechte Prognosen für Finanzwerte

Auch die Finanzwerte werden am Donnerstagmorgen mit schlechten Prognosen konfrontiert. Die UBS Warburg stuft sämtliche Brokerhäuser ab. Deren Aktien haben seit den Tiefstständen nach den Terror-Attacken zwischen 44 und 64 Prozent zugelegt und seien damit, so die Analysten, an ihre Kurs-Grenzen gestoßen. Der Broker-Index gibt mehr als zwei Prozent ab. Das Management von Citigroup hat zudem bekannt gegeben, weitere Mitarbeiter entlassen zu müssen. Papiere von Citigroup verlieren zunächst ein halbes Prozent.

Mit Ausnahme von Microsoft stehen die Big Caps auf der Verliererseite. Microsoft hat am Morgen die lang erwartete X-Box auf den Markt gebracht. Die meisten Analysten sehen gute Chancen für die Spielkonsole. Merrill Lynch sieht nicht nur eine überraschend starke Nachfrage für das Gerät, das in Konkurrenz zur Sony Playstation und den Geräten von Sega und Nintendo antritt, sondern auch ein starkes Marketingkonzept seitens Microsoft. Die Aktie gewinnt zeitweise ein Prozent an Wert. Der Handel beim Computerbauer Dell ist am Morgen vergleichsweise schwach. Das Unternehmen wird am Abend Quartalsergebnisse vorlegen.

Wenig ergiebig war die Analystenkonferenz, die IBM am Mittwochabend gegeben hatte. Die Marktbeobachter warteten vergeblich auf klare Aussagen in bezug auf Ergebnisse im laufenden Quartal. Die Brokerhäuser bewerten Big Blue dennoch weiter positiv.

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