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Wall Street von Konjunkturdaten belastet

Die New Yorker Aktienbörse hat am Freitag schwächer geschlossen. Die jüngsten Wirtschaftsindikatoren, welche ein unerwartet robustes Bild der US-Konjunktur aufzeigten, hätten die Marktstimmung belastet, sagten Händler.

Reuters NEW YORK. Die Konjunkturdaten hätten die Hoffnungen der Anleger begraben, die US-Notenbank würde bei ihrem nächsten Treffen Ende Januar eine agressive Zinssenkung vornehmen. Die Technologiewerte hätten die Gewinn- und Umsatzwarnungen der beiden Computerkonterne Hewlett-Packard und Gateway überraschend gut weggesteckt und nur geringe Verluste verzeichnet, hieß es weiter.

Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte notierte bei Sitzungsende 84,17 Punkte oder 0,79 % tiefer bei 10 525,38 Zähler. Im Vergleich zu vergangenem Freitag hat der Index rund 1,3 % nachgegeben. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,62 % auf 1318,55 Punkte nach. Der technologielastige Nasdaq Composite Index schloss 0,53 % im Minus bei 2626,50 Zählern, nachdem er im frühen Handel noch über zwei Prozent zugelegt hatte. Im Wochenvergleich hat der Index rund 9,1 % zugelegt.

Die nach unten revidierten Gewinn- und Umsatzprognosen der beiden Computerkonzerne Hewlett-Packard (HP) und Gateway haben beide Titel deutlich schwächer schließen lassen. Die Papiere von Hewlett-Packard fielen um 5,21 % auf 30-11/16 $, während Gateway um 7,86 % auf 21,10 $ einbrachen.

Die Titel von AOL gaben 1,61 % auf 46,47 $ nach, nachdem am Vorabend die US-Aufsichtsbehörde gut ein Jahr nach deren Ankündigung der Fusion zwischen AOL und Time Warner zum neuen Internet- und Mediengiganten AOL Time Warner zugestimmt hatte.

Die US-Einzelhandelsumsätze und die-Erzeugerpreise sind im Dezember unerwartet gestiegen und machen Analysten zufolge eine weitere deutliche Senkung der US-Zinsen im Januar unwahrscheinlich. "Die Anleger, welche auf eine (Zins-) Senkung von 50 Basisspunkten für Ende Januar gehofft hatten, sind schwer enttäuscht über die Daten" sagte eine Analystin. Der Einzelhandelsumsatz stieg nach Angaben des US-Handelsministerium vom Freitag um 0,1 % zum Vormonat. Analysten hatten dagegen nach einem Rückgang im November auch im Dezember mit einem Minus von 0,4 % gerechnet. Die Erzeugerpreise stiegen den Angaben nach in der Kernrate um 0,3 % zum Vormonat. Volkswirten zufolge signalisieren die Zahlen, dass die Furcht der Anleger vor einer Rezession in den USA übertrieben ist, und die Fed mit einer weiteren Zinssenkung noch etwas abwarten wird.

Bei Umsätzen von rund 1,27 Mrd. Aktien hielten sich an der New York Stock Exchange die Gewinner und Verlierer etwa die Waage. An der Nasdaq standen bei einem Handelsvolumen von rund 2,49 Mrd. Aktien 2372 Kursgewinnern 1459 Kursverlierer gegenüber.

Am US-Rentenmarkt notierten die richtungsweisenden 30-jährigen Bonds zuletzt um 1-13/32 tiefer und brachten eine Rendite von 5,631 %.

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