Wall Street
Wal-Mart-Prognose stützt US-Blue Chips

Die Umsatzprognose des weltgrößten Einzelhandelskonzerns Wal-Mart hat den Standardwerten an den New Yorker Aktienmärkten am Montag zum Handelsschluss ein leichtes Plus beschert. Händler sagten, die Anleger seien an ausgewählten Titeln interessiert gewesen, die in jüngster Zeit deutlich eingebüßt hätten.



Reuters NEW YORK. Nachrichten über einen angeblich verhinderten Anschlag mit einer so genannten "schmutzigen" Atombombe in den USA, die den Märkten vorübergehend einen Dämpfer versetzt hatten, seien im Geschäftsverlauf in den Hintergrund gedrängt worden. Der Dow-Jones-Index legte bis zum Handelsschluss um 0,58 Prozent auf 9645,40 Punkte zu.

Der technologielastige Nasdaq-Index gab leicht um 0,31 Prozent auf 1530,69 Zähler nach. Der breiter gefasste S&P-500-Index notierte 0,31 Prozent höher mit 1030,74 Punkten.

"Der Markt ist im vergangenen Monat von so vielen schlechten Nachrichten getroffen worden, dass die Verkäufer müde werden", sagte Erik Gustafson, Portfolio Manager bei Stein Roe & Farnham. "Es sieht so aus, als ob wir endlich eine kleine Gegenbewegung bekommen nach dem massiven Verkaufsdruck."

Wal Mart-Aktien legten zum Schluss rund 3,6 Prozent auf 56,40 Dollar zu. Das Unternehmen hatte zuvor angekündigt, dass die Umsätze in Geschäften, die mindestens seit einem Jahr geöffnet sind, im Juni voraussichtlich im oberen Bereich der Erwartungen liegen würden.

Auch die zuletzt stark eingebrochenen Papiere des Mischkonzerns Tyco International verbesserten sich um rund 13 Prozent auf 11,40 Dollar. Fondsmanager sagten, selbst wenn das von Kreditproblemen gebeutelte Konglomerat zusammenbreche, seien dessen einzelne Geschäftsfelder wertvoll auf Grund der Produkte, die sie herstellten. Die Tyco-Produktpalette reicht von Babywindeln bis zu Alarmsystemen.

Die Aktien des Taschencomputer-Herstellers Palm sprangen um rund 22 Prozent höher auf 1,49 Dollar. Zuvor hatte das Unternehmen eine leistungsfähigere neue Software vorgestellt, die den Wettbewerbsvorsprung des Konkurrenten Microsoft wettmachen und die Nachfrage beleben soll.

Der Aktienkurs des Betreibers der elektronischen Handelsplattform Instinet stieg um 0,71 Prozent auf 7,10 Dollar. Das mehrheitlich zum Nachrichten- und Informationskonzern Reuters gehörende Unternehmen will den Konkurrenten Island ECN im Zuge eines Aktientauschs übernehmen. Die Reuters-Aktie schloss in New York mit 1,9 Prozent niedriger auf 38,81 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,22 Milliarden Aktien den Besitzer. 1651 Werte legten zu, 1564 gaben nach und 173 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,49 Milliarden Aktien 1572 im Plus, 1882 im Minus und 268 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 7/32 auf 98-24/32. Sie rentierten mit 5,037 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 21/32 auf 96-2/32 und hatten eine Rendite von 5,613 Prozent.

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