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Wall Street wartet auf neuen Präsidenten

An der New Yorker Börse hat der Handel angesichts des noch unentschiedenen Rennens um die amerikanischen Präsidentschaft abwartend begonnen.

dpa NEW YORK. An der New Yorker Börse hat der Handel am Mittwoch angesichts des noch unentschiedenen Rennens um die amerikanischen Präsidentschaft abwartend begonnen. Die Wall Street tendierte uneinheitlich, da noch nicht fest stand, ob US- Vizepräsident Al Gore oder sein republikanischer Gegenspieler George W. Bush ins Weiße Haus einziehen wird.

Die Aktienkurse gaben nach anfänglichen minimalen Gewinnen in der ersten halben Stunde leicht nach. Der Dow-Jones-Index fiel um 25 Zähler auf 10 927,18 Punkte. Der breiter gefasste Standard & Poor's-500-Index , in dem sich die Kursentwicklung von 500 der wichtigsten US-Unternehmen widerspiegelt, notierte mit 1 426,87 Punkten um fünf Zähler niedriger. Der technologielastige NASDAQ-Index fiel um 39 Zähler auf 3 376,79 Punkte.

Pharma-Aktien wie Merck, Johnson & Johnson und Eli Lilly legten kräftig zu. Sie würden von einem Wahlsieg von Bush profitieren, während Gore mit seinen Plänen für die Krankenversicherung der Rentner wahrscheinlich die Pharmapreise drücken würde.

Microsoft-Aktien legten ebenfalls leicht zu. Der weltgrößte Softwarekonzern hofft ebenfalls auf einen Bush-Wahlsieg. Bush würde wahrscheinlich in der laufenden Kartellklage nicht so aggressiv gegen Microsoft vorgehen wie Gore. Finanzwerte wie J.P. Morgan waren schwächer.

Der Rentenmarkt würde hingegen einen Wahlsieg von Gore vorziehen. Der US-Vizepräsident will die hohen US-Haushaltsüberschüsse vor allem für den Abbau der Staatsschulden und für die Sanierung des Rentensystems verwenden.

Dagegen hätte Bush mit seinen umfangreichen Steuersenkungsplänen weniger Geld für den Schuldenabbau übrig. Er würde die Wirtschaft damit auch ankurbeln und möglicherweise Inflationsgefahren verursachen, argumentieren die Rentenhändler. Dadurch würde der Spielraum der Notenbank für mögliche zukünftige Zinssenkungen eingeengt. 30-jährige US-Staatsanleihen waren unverändert und rentierten sich mit 5,89 %.

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