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Wall Street: Weiterer Abwärtstrend

Von dem schlechten Start in das Börsenjahr 2001 scheinen sich die Anleger am Morgen noch nicht erholt zu haben. Beängstigende Wirtschaftsdaten, pessimistische Analystenkommentare und schlechte Unternehmensnachrichten trüben auch heute das Bild. Die Futures machen vorbörslich wenig Hoffnung auf einen freundlichen Handelsstart. Der Eröffnungsindikator der Nasdaq notiert mit 44 Punkten im negativen Bereich. Der S&P 500 Future steht mit vier Punkten in der Kreide.

Die Wall Street hofft auf eine baldige Zinssenkung. Doch wann diese wirklich kommen wird ist fraglich. Bereits im Dezember hatte die Mehrheit der Börsianer mit einer Senkung der Leitzinsen gerechnet. Merrill Lynch Analyst Richard Bernstein schlägt in die gleiche Kerbe und zeigt sich ebenfalls skeptisch. Selbst im Fall einer Senkung könnten Anleger die Reaktion der Notenbank als zu spät empfinden oder die Zinssenkung für nicht hoch genug handelten. Doch der trüben Stimmung nicht genug. Negative Analystenkommentare zum Chip-, Computer- und Breitbandsektor belasten die Wall Street. Brokerhaus Lehman Brothers reduzieren die Prognosen von Intel und Dell. Die Analysten reduzierten die Gewinnerwartungen für den weltgrößten Chiphersteller für das erste Quartal 2001 um einen Cent auf 33 Cents pro Aktie. Im Gesamtjahr soll Intel statt eines Gewinns von 1,40 Dollar nun einen Gewinn von 1,30 Dollar pro Aktie erwirtschaften. Auch Credit Suisse First Boston sieht keinen Grund trotz der momentanen Korrektur Chipaktien zu kaufen.



Salomon Smith Barney reduziert die Einstufung von Hewlett-Packard und IBM. Die Analysten korrigieren die Umsatzerwartungen für Hewlett-Packard um 150 Millionen Dollar, für Big Blue um 400 Millionen Dollar nach unten. Die rückläufige Entwicklung der PC-Nachfrage und Währungsprobleme sollen den Verkaufszahlen schaden.



Credit Suisse

bestätigt die Aktie von Apple auf "halten". Apples Lagerbestände seien trotz erneuter Preissenkungen nach wie vor sehr hoch und die wirtschaftliche Lage mache wenig Hoffnung auf steigende Umsatzzahlen, so Credit Suisse First Boston.



Erfreuliche Nachrichten gibt es dagegen von Wal-Mart. Der größte US- Einzelhandelskonzern will seine Aktivitäten in Großbritannien ausweiten. Wal-Mart plant dort für rund 675 Millionen Dollar 13 neue Filialen seiner Supermarktkette Asda zu eröffnen. Rund 5000 neue Arbeitsplätze sollen dadurch geschaffen werden. Die Aktie notiert vorbörslich stärker. Bereits gestern hatte sich der Titel gegen den allgemeinen Trend durchsetzten können und zu den Gewinnern unter den Dow Jones Werten gehört.



Ford

und General Motors verlieren auch heute vor Handelsbeginn, nach dem sie bereits gestern unter Druck geraten waren. Der Grund: Die US-Regierung wird heute die Verkaufszahlen für Fahrzeuge im Dezember veröffentlichen. Die Daten werden zeigen, was die Autokonzerne bereist lange wussten, die Zahl der Autoverkäufe geht zurück. Auch ein weiteres Zeichen für die abkühlende Wirtschaft. .

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