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Wall Street zeigt sich uneinheitlich

Sie waren es gestern, sie sind es auch heute - die Rede ist von den Software-Titeln. Die schlechte Performance der Computer-Softwareaktien trübte am Dienstag die Stimmung der Anleger. Das Resultat: Die Titel führten den Nasdaq-Index in den größten Punktverlust seit zwei Monaten. "Günstig zum Einstieg" könnte man meinen - doch negative Nachrichten bei Computer Associates belasten den Software-Sektor.

Computer Associates, der viertgrößte Softwarehersteller der USA, wird voraussichtlich mit den Quartalszahlen enttäuschen. Statt des prognostizierten Gewinns von 56 Cents je Aktie rechnet das Unternehmen im zweiten Quartal nun mit einem Ertrag zwischen 50 und 54 Cents pro Papier. Damit würde Computer Associates zum zweiten Mal in Folge die Erwartungen der Analysten enttäuschen. Bereits im vorherigen Quartal erfüllte das Unternehmen die Prognosen wegen Problemen in Europa und eines schwächeren Umsatzwachstum nicht. Die Aktie stürzte damals um 42 Prozent ab. Computer Associates tendiert nahe dem 52-Wochentief und verliert an Wert.



Oracle

führt im frühen Handel die Liste der Nasdaq-Verlierer an. Waren es gestern die Kommentare von Merrill Lynch, sind es heute die negativen Bemerkungen von Robertson Stephens, die dem Wert zu schaffen machen. In einem Analystentreffen hatte Oracle-Chef Larry Allis die Experten gestern gewarnt, das Umsatzwachstum werde im laufenden Quartal unter dem des vergangenen Quartals liegen und erst im kommenden Jahr wieder an Fahrt gewinnen. Die Steigerungsrate beim Umsatz von Datenbank-Software werde in diesem Quartal unter den 32 Prozent liegen, die der Konzern im vergangenen Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielte. Oracle verliert fast sieben Prozent.



Trotz erfreulicher Nachrichten verzeichnet PepsiCo am Morgen keine Kursgewinne. Coca Colas größter Konkurrent steigerte im dritten Quartal den Gewinn pro Aktie um satte 17 Prozent. PepsiCo übertraf die Schätzungen der Analysten von 40 Cents pro Aktie damit um einen Cent. Im Vorjahresvergleich legte der Umsatz um sieben Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar zu. Für neuen Wind im Unternehmen wird das Personalkarussell in Kürze sorgen. CEO Roger Enrico hat seinen Rücktritt angekündigt. Ein Nachfolger scheint schon gefunden: Chief Operating Officer, Steve Reinemund. Auch Abfüllbetrieb Pepsi Bottling, an dem PepsiCo rund 40 Prozent der Anteile hält, veröffentlichte vor Handelsbeginn erfreuliche Quartalszahlen. Mit 82 Cents pro Aktie liegt das Unternehmen zwei Cents über den Gewinnerwartungen.



Walt Disney

legt kann an Wert gewinnen. Der Grund: Anleger rechnen mit der Veröffentlichung solider Quartalszahlen. Unter anderem sollen die Werbeeinnahmen aus der sehr populären US-TV-Show "Who Wants to Be a Millionaire" zu dem guten Ergebnis beigetragen haben. Kostensenkungen und höhere Gewinnmargen bei dem Verkauf von DVD´s sollen in Zukunft für gute Geschäftszahlen sorgen, so CEO Michael Eisner auf einer Investorenkonferenz.



Interessante Neuigkeiten sorgen bei AT&T für Kursgewinne. Die größte US-Telefongesellschaft tendiert dazu, den Ferngesprächsbereich abzuspalten, das meldet zumindest das Wall Street Journal. Angesichts des schwachen Aktienkurses waren von Investoren seit längerem gravierende Maßnahmen gefordert worden. Nun scheint AT&T aktiv zu werden. Darüber hinaus setzt der Mobilfunkarm, AT&T Wireless, die Fusionsgespräche mit Nextel und anderen potentiellen Kooperationspartnern wie British Telcom fort.



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