Walldorfer gewinnen T-Systems als neuen Vertriebspartner
SAP legt beim Mittelstand nach

SAP verstärkt noch einmal seine Bemühungen um den Mittelstand. Künftig wird der Softwarekonzern seine auf mittelgroße Firmen ausgerichtete Software-Lösung "Business-One" über die Telekom-Tochter T-Systems vertreiben. Eine Vereinbarung wurde am Rande der Computermesse Cebit in Hannover unterzeichnet.

jkn HANNOVER. In T-Systems gewinnt SAP einen wichtigen Vertriebspartner für den Mittelstand. Die Telekom-Tochter zählt zu den größten deutschen IT-Dienstleistern. Zwar gehören zahlreiche Konzerne zu den Kunden von T-Systems. Aber nach Angaben von Michael Kleinemeier, Chef von SAP Deutschland, ergeben sich aus der Zusammenarbeit mit T-Systems auch im Mittelstand diverse Chancen. "Da werden sich sicherlich einige Synergien ergeben", sagte Kleinemeier.

T-Systems ist für SAP auch deshalb ein interessanter Partner, weil das Unternehmen eine starke Position im Outsourcing- und Hosting- Geschäft hat. Nach Berechnungen des britischen Marktforschers Ovum ist T-Systems in Deutschland mit einem Marktanteil von 18 % die klare Nummer eins in diesem Bereich. Künftig soll die Telekom-Tochter die SAP-Lösung "Business-One" auf den eigenen Rechenzentren betreiben und den Kunden über das Internet zur Verfügung stellen (Hosting). "Wir begegnen damit der wachsenden Nachfrage unserer Kunden", sagte Kleinemeier.

SAP hatte vor zwei Jahren eine große Mittelstandsoffensive gestartet. Mit dem Produkt "All-In-One" adressiert SAP Firmen mit sehr branchenspezifischen Wünschen, für kleine Firmen wie etwa Konzern- Töchter gibt es "Business-One". Experten wie Nils Niehörster vom Marktforscher Raad Consult bezweifeln aber, dass SAP mit den Bemühungen bislang richtig Erfolg hatte.

Dagegen ist SAP-Manager Kleinemeier mit den Geschäften zufrieden. Die Zahl der "All-In-One"-Installationen sei innerhalb eines Jahres um 35 % auf 4700 gestiegen und werde 2004 um über 50 % zulegen. "Business-One" sei 2700 mal installiert, ein Plus von 100 %. Im laufenden Jahr werde es ähnliche Wachstumsraten geben.

Grundsätzlich haben sich die Aussichten für die Branche nach Ansicht der SAP-Manager deutlich aufgehellt. "Wir sind klar der Meinung, dass es in der Software-Industrie aufwärts geht", sagte Henning Kagermann. Der SAP-Chef unterstrich die Erfolge mit der neuen Technologie-Plattform Netweaver. Mit 14.000 Installationen, einer Gemeinde von 40.000 Entwicklern und 300 Partnern habe sich das Produkt etabliert. "Wir werden im Laufe dieses Jahres alle unsere Produkte auf die neue Plattform Netweaver heben", kündigte Kagermann an.

Quelle: Handelsblatt Nr. 056 vom 19.03.04 Seite 20

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