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Wann kommt die Wende in der Technologiebranche?

Die Talfahrt der Technologiebranche hält an. Gewinnwanrungen und schlechte Ergebnisse verbunden mit weiteren Kurseinbrüchen bleiben an der Tagesordnung. Doch irgendwann muss die Talsohle erreicht sein, die Frage ist nur wann.

Die High-tech-Unternehmen der USA erwarten für dieses Jahr nach Schätzungen einen Rückgang der Gewinne um 45 Prozent. Der Halbleitermarkt, der im vergangenen Jahr noch um knapp 40 Prozent gewachsen war, dürfte dieses Jahr um fast 20 Prozent einbrechen. Finanzierungsprobleme bei den Kunden und zu stark erhöhte Kapazitäten haben bei vielen Konzernen zu hohen Lagerbeständen geführt und die Unternehmen in die roten Zahlen getrieben, nicht nur in den USA. Im Gegensatz zu früheren Konjunkturkrisen liegt es aber dieses Mal nicht an zu hohen Investitionen, die zu Überkapazitäten geführt haben, sondern die Anbieter haben die Nachfrage extrem falsch eingeschätzt.

Jetzt werden die Lagerbestände langsam geräumt. Dies wird, so eine Studie der BHF-Bank, zu einer Stabilisierung führen, ein neuer Boom ist aber nicht in Sicht. Die Welle der Pleiten und Gewinnwarnungen dürfte aber ihren Höhepunkt überschritten haben. Neben dem sich wieder normalisierenden Lagerzyklus können auch einige Produkteinführungen für eine stabilere Nachfrage sorgen. So hoffen viele auf Microsoft mit seiner neuen Spielkonsole und Windows XP, deren Markteinführungen im Herbst anstehen. Dies könnte den Absatz von Personalcomputern und Spielkonsolen wieder ankurbeln.Die Zulieferer für den Mobilfunkbereich hoffen auf die anstehende Einführung der neuen Systeme GPRS und UMTS, die neue Bauelemente erfordern.

Die Aussichten stehen also nicht schlecht, dass die Technologiebranche im dritten Quartal dieses Jahres ihren Tiefpunkt erreichen wird. Danach könnte es wieder aufwärts gehen, allerdings wohl mit deutlich langsameren Wachstumsraten als im vergangenen Boom.

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