Wansleben fordert sachlichen Umgang mit dem Thema
DIHK: Kriegsgefahr im Irak noch nicht gebannt

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat davor gewarnt, zu große Hoffnungen auf Entspannung an die vom Irak bekundete Bereitschaft zu knüpfen, internationale Waffeninspektoren einreisen zu lassen.

Reuters BERLIN. "Ich warne davor zu glauben, dass das Irak-Problem schon beseitigt ist", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben am Dienstag in Berlin auf Anfrage. Das Irak- und insgesamt das Sicherheitsproblem in der Welt mit seinen wirtschaftlichen Auswirkungen werde vermutlich noch länger eine dominerende Rolle spielen. "Das Thema Sicherheitslage spielt spätestens seit dem 11. September 2001 gerade an den Börsen die Hauptrolle", erklärte der DIHK-Hauptgeschäftsführer.

Mit Blick auf die Wahlkampfauseinandersetzung forderte Wansleben zu einem sachlichen Umgang mit dem Thema Irak auf. "Die Diskussion in Deutschland ist völlig schief", kritisierte er. Es gehe nicht an, was im Wahlkampf ansatzweise geschehe, dass das Thema "durch einseitige Aussagen faktisch tabuisiert" wird.

Maßgebliche Wirtschaftsexperten in Regierungen und Forschungsinstituten betrachten die Entwicklung im Irak als das derzeit größte politische Risiko für die Weltkonjunktur. Nach der Ankündigung des Irak, man sei bereit, Waffenkontrolleure der Vereinten Nationen ohne Bedingungen zurück ins Land zu lassen, haben die Kurse an den Börsen weltweit zugelegt. Der aus Furcht vor einem Krieg gestiegene Ölpreis gab deutlich nach, während der Dollar zum Yen und Euro fester tendierte.

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