War Clinton der erste schwarze Präsident?: Herrenwahl: Bill fordert Barack zum Tanz auf

War Clinton der erste schwarze Präsident?
Herrenwahl: Bill fordert Barack zum Tanz auf

Bill Clinton nimmt die Herausforderungen von Barack Obama an: Er ist zu einem Tanzwettbewerb bereit um zu beweisen, dass er selbst der erste schwarze Präsident Amerikas war.

WASHINGTON. Eine Einschränkung machte Bill Clinton allerdings: Er will einen Altersvorschuss. Denn „Barack nicht nur viel schlanker, sondern auch jünger als ich,“ sagte der Ex-Präsident und bester Wahlkampfhelfer seiner Frau ein.

In einem der wenigen humorvollen Momenten der Demokraten-Debatte am Montag hatte der Afroamerikaner Barack Obama wohlwollend auf eine Frage geantwortet, ob nicht in Wirklichkeit Bill Clinton der erste schwarze Präsident der USA gewesen war. Eine These, die zuvor ein schwarzer Bürgerrechtler aufgebracht hatte. Obama räumte ein, Bill habe tatsächlich sehr viel für die Bürgerrechte getan und sei ein Held der Schwarzen. Aber bevor er zugestehen wolle, dass Clinton „wirklich einer von uns ist“, müsse er erst mal seinen Tanzstil genauer unter die Lupe nehmen.

Jetzt antwortete Bill Clinton, dessen Vorliebe für Hamburger bekannt ist: "Ich bin zu einem Tanz-Wettbewerb bereit - aber nur, wenn ich einen Altersvorschuss bekomme." Bill hatte in letzter Zeit in South Carolina ziemlich aggressiv für Hillary und gegen Obama gekämpft. Hillary Clinton ließ ihn zuletzt gar allein in dem Bundesstaat zurück - obwohl hier am Samstag die Demokraten ihre Vorwahl abhalten, bei der die Stimmen der Schwarzen entscheidend sein werden. Statt dessen flog die Kandidatin bereits in andere Staaten, die erst beim Super Tuesday am 5. Februar dran sind. In South Carolinas Umfragen führt Obama deutlich.

Bill gab sich bei der Veranstaltung mit demokratischen Wählern in Greenville dennoch ziemlich locker. Die Frage, ob er sich dabei wohl fühle, sich einem Schwarzen auf dem Weg ins Schwarze Haus in den Weg zu stellen, bejahte er. "Ja, das ist für mich in Ordnung." Allerdings stünde er nicht in Baracks Weg. In dieser Zeit der wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Herausforderungen wäre Hillary die bessere Präsidentin. Das Land brauche jemanden, der es vom ersten Tag an führe könne. Und niemand habe ein moralisches Recht Präsident zu werden - "auch Hillary nicht".

Außerdem, so Bill weiter, freue er sich darauf, für Barack Obama stimmen zu können. "Irgendwann einmal." Wahrscheinlich, wenn Amerikas erste Präsidentin nach zwei Amtszeiten im Weißen Haus nicht mehr antreten darf.

» Ein Video, das sich über Bill Clintons Hamburgerliebe lustig macht.

Georg Watzlawek
Georg Watzlawek
Handelsblatt Online / Ressortleiter Wirtschaft und Politik
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