Warenhaus gründet Gemeinschaftsunternehmen mit Telekom
Karstadt-Quelle handelt mit Telekom

Mit dem Ausbau der Geschäftsfelder Dienstleistungen und Immobilien treibt die Karstadt-Quelle AG ihr Programm zur Steigerung des Unternehmenswertes voran. Der Einzelhandelskonzern gab am Donnerstag eine Ausweitung des Produktspektrums bei den Bankaktivitäten für Privatkunden bekannt sowie die konzernweite Bündelung von Informationsdienstleistungen.

dpa/vwd ESSEN/BONN/Düsseldorf. Außerdem wurden im Bereich Immobilien eine Dienstleistungsgesellschaft und eine Hypothekenbank gegründet. Den Umsatz steigerte das MDax-Unternehmen im vergangenen Jahr nach ersten Berechnungen wie angekündigt um vier Prozent auf 15,9 Mrd. Euro. Die Wachstumsprognose zum Gewinn wurde bekräftigt.

Die drei neuen Maßnahmen sind Teil eines Zehn-Punkte-Programms, das der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Urban bei seinem Amtsantritt im Oktober 2000 gestartet hatte. Durch zahlreiche Umbau- und Wachstumsschritte soll der Konzern profitabler werden. Ziel ist es, die Rendite von 2000 bis 2003 auf vier Prozent mehr als zu verdoppeln. In den Kernbereichen Warenhaus und Versandhandel hat Urban bereits zahlreiche Projekte initiiert. Im Dienstleistungssektor kommt nun das Bündeln des Privatkunden-Banking in der Karstadt-Quelle Bank hinzu, die ihren Tätigkeitsbereich und die Palette an Produkten deutlich erweitern werde.

Zu ihren Aufgaben gehören Konsumentenkredite, Warenfinanzierung und Anlageprodukte sowie die Abwicklung der Kundenkarten. Um Aktivitäten auf den Feldern Marketing-, Risiko- und Forderungsmanagement zu konzentieren, wurde eine eigene Gesellschaft ins Leben gerufen, die Karstadt-Quelle Information Services GmbH. Angeboten werden konzernintern aber auch für Drittunternehmen unter anderem Bonitätsprüfungen oder Inkassoleistungen.

Der Konzern will den Umsatz im Bereich Informationsdienstleistungen durch Zukäufe und Ausweitung des Geschäfts vor allem mit Drittkunden von 49 Mill. Euro im vergangenen Jahr auf rund 92 Mill. Euro 2003 steigern. Im Geschäftsfeld Immobilien schließlich soll zum einen die im Dezember gegründete ECM Management GmbH-EuroCenter eine führende Rolle im Center- und Facility-Management im Einzelhandel übernehmen. Die ebenfalls neue Karstadt Hypothekenbank AG soll zunächst die Immobilienbestände und künftigen Investitionen des Konzerns finanzieren. Später seien dann auch Vermieter- und Kundenfinanzierungen geplant.

Warenhaus gründet Gemeinschaftsunternehmen mit Telekom

Nach monatelangen Vorbreitungen gab der Warenhaus- und Versandhandelskonzern Karstadt-Quelle Essen im Rahmen dieser Strategie außerdem die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit der Deutschen Telekom bekannt. Damit sollen die Bonuspunkteprogramme der Konzerne für treue Kunden (Karstadt-Karte, "Happy-Digits") vernetzt werden.

Die Details zu dem unternehmensübergreifenden Punktesammeln sollen aber erst Ende Januar bekannt gegeben werden. Karstadt-Quelle will einen Kartenpool für etwa 20 Mill. Kunden aufbauen und damit das führende deutsche Bonussystem Payback, an dem die Kaufhof-Mutter Metro beteiligt ist, überflügeln. Dem Vernehmen nach soll auch der Handelskonzern Tengelmann mit einigen Vertriebslinien in den geplanten Kartenpool von Karstadt-Quelle einbezogen werden.

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