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Warnstreik im Tarifstreit bei AUA und Lauda-Air - 19 Flüge gestrichen

Wegen eines zweistündigen Warnstreiks ihres Bordpersonals haben die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines Group (AUA) und ihre Tochter Lauda-Air am Freitag 19 Flüge streichen müssen. Die betroffenen 6 000 Passagiere - unter anderem gebucht nach Frankfurt, Hannover und Kopenhagen - wurden auf andere Fluggesellschaften umgebucht.

dpa-afx WIEN. Wegen eines zweistündigen Warnstreiks ihres Bordpersonals haben die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines Group (AUA) und ihre Tochter Lauda-Air am Freitag 19 Flüge streichen müssen. Die betroffenen 6 000 Passagiere - unter anderem gebucht nach Frankfurt, Hannover und Kopenhagen - wurden auf andere Fluggesellschaften umgebucht.

Zu der erneuten Eskalation kam es, nachdem der AUA-Betriebsrat die seit fast eineinhalb Jahren andauernden Verhandlungen mit der Unternehmensleitung um eine Zusammenführung der Tarifverträge beider Fluglinien für gescheitert erklärte. Bereits vor fast genau einem Jahr war es wegen des Streits zu mehreren Arbeitsniederlegungen der AUA-Piloten gekommen.

Streitpunkt Pilotengehälter

Der AUA-Betriebsrat lehnt den vorgelegten Tarifvertrag bisher ab, weil er befürchtet, dass damit die Gehälter des AUA-Bordpersonals, insbesondere der Piloten, den deutlich niedrigeren Gehältern der Lauda-Air angeglichen werden sollen. Bisher verdienen die 472 AUA - Piloten je maximal 12 745 ?, ihre 210 Lauda-Kollegen nur je 8 282 ?. AUA-Chef Vagn Sörensen bestreitet dies. Nach seinen Angaben sollen nur künftige AUA-Piloten nach dem bisherigen Lauda-Tarif bezahlt werden.

Verkehrsminister Hubert Gorbach forderte beide Seiten am Freitag auf, im Interesse der Kunden wieder an der Verhandlungstisch zurückzukehren. Die Geschäftsführung der AUA nannte den Warnstreik einen "Willkürakt gegen Österreichs Luftfahrt". Der finanzielle und Reputationsschaden sei "noch gar nicht abzuschätzen".

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