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Warnstreiks bei Volkswagen vor sechster Tarifrunde

Vor dem Start der sechsten Tarifrunde bei Volkswagen haben am Montagmorgen Beschäftigte des Werks Braunschweig vorübergehend die Arbeit niedergelegt. Zu Beginn des Warnstreiks versammelten sich nach Angaben der IG Metall rund 600 Arbeiter der Nachtschicht am Werkstor.

dpa-afx BRAUNSCHWEIG. Vor dem Start der sechsten Tarifrunde bei Volkswagen haben am Montagmorgen Beschäftigte des Werks Braunschweig vorübergehend die Arbeit niedergelegt. Zu Beginn des Warnstreiks versammelten sich nach Angaben der IG Metall rund 600 Arbeiter der Nachtschicht am Werkstor. Der Warnstreik sollte etwa vier Stunden dauern. Die Gewerkschaft will die Beschäftigten auf einer Kundgebung über die Tarifverhandlungen informieren. Für den Morgen rechnete die IG Metall allein in Braunschweig mit rund 3 000 Teilnehmern.

Im VW-Werk Baunatal bei Kassel legten zunächst 300 Beschäftigte die Arbeit nieder. Unter dem Motto "Es ist fünf vor zwölf" soll es am Mittag auch im Motorenwerk in Salzgitter einen Warnstreik geben. Zudem sind Aktionen an den VW-Standorten in Emden und Wolfsburg geplant. In Hannover beginnt an diesem Tag die sechste Runde der Tarifverhandlungen bei Volkswagen, die bislang ergebnislos verliefen. Die IG Metall fordert eine Garantie für die Arbeitsplätze an den deutschen Standorten und zwei Prozent mehr Lohn. Volkswagen will eine zweijährige Nullrunde.

Ein Verhandlungsergebnis ist für die Gewerkschaft das oberste Ziel. Der Verhandlungsführer der IG Metall, Hartmut Meine, erwartete noch am Montag eine Vorentscheidung. Am vergangenen Donnerstag war die fünfte Runde der Gespräche vertagt worden. Unmittelbar nach Ablauf der Friedenspflicht hatte es daraufhin in der Nacht zum Freitag in den Werken Hannover, Braunschweig und Kassel erste Warnstreiks gegeben.

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