Warnstreiks
IG Metall kündigt Streiks in bayerischer Textilbranche an

adx NÜRNBERG. In der bayerischen Textilbranche drohen massive Warnstreiks. In dieser Woche sind rund 10 000 Beschäftigte in 50 Betrieben zu kurzzeitigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen, wie der bayerische IG Metall-Chef Werner Neugebauer in Nürnberg sagte. Streikschwerpunkt werden am Dienstag und Mittwoch das Gebiet zwischen Bayreuth und Hof, die Regionen Augsburg, Regensburg, Passau und Weilheim sein. Am Dienstag werden voraussichtlich in zehn bayerischen Verwaltungsstellen rund 5.000 Beschäftigte in 21 Betrieben die Arbeit kurzzeitig ruhen lassen. Tags darauf werden es in neun IG-Metall-Verwaltungsstellen 18 Betriebe mit knapp 4 000 Mitarbeitern sein.

Weitere Warnstreiks folgen am Donnerstag in Bamberg und Schwabach sowie am Freitag in Kempten. Bei den Aktionen sind alle Bereiche von der Weberei über Bekleidungshersteller bis zu den Automobilzulieferfirmen betroffen.

Damit will die Gewerkschaft nach eigenen Angaben einen rechtlich verbindlichen Altersteilzeitanspruch für die knapp 50 000 Arbeitnehmer der bayerischen Textil- und Bekleidungsindustrie und Einkommensverbesserungen in Höhe von fünf Prozent durchsetzen. Drei Verhandlungsrunden im August waren am Arbeitgeberverband gescheitert. Seit dem 01. September gibt es deshalb keinen gültigen Tarifvertrag in der Branche mehr.

Für den Fall, dass sich bis zur nächsten Woche keine Lösung am Verhandlungstisch ergibt, kündigte Neugebauer eine zweite Phase mit längeren Warnstreiks an. Gleichzeitig würden dann die konkreten Planungen über eine Urabstimmung und Arbeitskampfmaßnahmen in den Betrieben forciert.

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