Warnung der Geheimdienste
Botschaften in Manila nach Drohungen geschlossen

Australien und Kanada haben am Donnerstag ihre Botschaften in der philippinischen Hauptstadt Manila nach Informationen über einen angeblich von Moslem-Extremisten geplanten Anschlag geschlossen.

Reuters MANILA. "Ich habe die Warnungen der Geheimdienste gesehen, sie hätten nicht deutlicher sein können", sagte Australiens Ministerpräsident John Howard dem australischen Rundfunk. Auch eine Sprecherin der Vertretung Kanadas sprach von einer ernst zu nehmenden Drohung. Die deutsche Botschaft in Manila war nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin nicht geschlossen. Die philippinische Regierung erklärte, es gebe keine konkreten Drohungen gegen einzelne Botschaften auf den Philippinen.

Nach dem Anschlag vom 12. Oktober auf der indonesischen Ferieninsel Bali ist Australien besonders wachsam gegenüber Anschlags-Drohungen. Nahezu die Hälfte der damals getöteten 185 Menschen waren australische Touristen. Für den Anschlag machen die Behörden die Gruppe Jemaah Islamiah verantwortlich, die Verbindungen zur extremistischen Moslem-Organisation El Kaida unterhalten soll. Australier wie auch Kanadier wurden von ihren jeweiligen Regierungen aufgefordert, auf Reisen in die Philippinen zu verzichten.

In Sicherheitskreisen hieß es, der philippinische Geheimdienst habe die Diplomaten über die Drohungen informiert. Die australische Regierung habe jedoch übertrieben reagiert. Die US-Botschaft blieb wegen des Thanksgiving-Feiertags geschlossen, sollte aber am Freitag normal wieder öffnen. Die britische und neuseeländische Botschaft hatten am Donnerstag ebenso geöffnet wie die deutsche Vertretung. Bislang lägen keine konkreten Hinweise auf eine aktuelle Bedrohung vor, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Das Außenamt und die Botschaften der anderen EU-Staaten in den Philippinen überprüften jedoch ständig die Sicherheitslage vor Ort.

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