Warnung von NOK-Chef Steinbachs kommt nicht ohne Grund
„Olympia-Knigge“ setzt Athleten enge Grenzen

Korrekte Kleidung, keine persönlichen Werbeaktivitätten, keine Zeitungkolumnen - während der Spiele in Athen gelten für die Sportler strenge Verhaltensregeln. Wer sich nicht daran hält, dem drohen scharfe Sanktionen.

HB ATHEN. Die Zeiten, in denen Sportler grundsätzlich auch Gentlemen waren, sind lange vorbei. Um peinliches Benehmen deutscher Athleten in Athen zu verhindern, hat das Nationale Olympische Komitee (NOK) seinen Olympia-Startern rechtzeitig vor Beginn der Spiele einen Verhaltenskatalog auferlegt und sich angemessenes Auftreten zusichern lassen. Auf der "To-Do-Liste" steht für die 451 Olympioniken auch das vorgeschriebene Outfit für jeden Anlass. In der Freizeit sollen sie sich abseits von Sportstätten und Olympia-Dorf möglichst im offiziellen Ausgeh-Look des deutschen Teams zeigen. "Wir sind hier als eine Mannschaft und so wollen wir uns auch optisch präsentieren", sagte Team-Sprecher Peter Schmitt.

Der "Olympia-Knigge" dient zudem als Leitfaden für den Umgang mit Sponsoren sowie Medien und basiert auf den vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vorgegebenen Bestimmungen, den so genannten Eligibility Conditions. Für die Zeit der Spiele müssen die Sportler ihre sämtlichen persönlichen Werbeaktivitäten einstellen und dürfen nur in dem von Sponsoren bereitgestellten Outfit auftreten. Auch Aktivitäten als prominente Teilzeit-Journalisten sind nicht erlaubt. Kolumnen in Zeitungen sind ebenso untersagt wie Kommentare über Kollegen oder Konkurrenten auf der eigenen Homepage.

Die mittlerweile bei Athleten so beliebten Aufnahmen mit privaten Kameras beim Einmarsch zur Eröffnungsfeier im Olympiastadion dürfen ausdrücklich nur "für den persönlichen Gebrauch" bestimmt sein, also auch nach den Spielen lediglich im Heimkino gezeigt werden. Filme aus dem Mannschaftslager wie von Bundestorwart-Trainer Sepp Maier bei der Fußball-WM 2002 in Japan und Südkorea sind bei Olympia streng verboten.

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