Warnung von Pieper
FDP-Spitze will keinen Kanzlerkandidaten Möllemann

Die Bundesspitze der Liberalen stellt sich gegen den nordrhein-westfälischen Landeschef Jürgen Möllemann als FDP-Kanzlerkandidaten. Parteivize Walter Döring sagte der "Bild"-Zeitung: "Die Parteispitze ist sich einig, dass es keinen Kanzlerkandidaten Möllemann geben wird." Für diese Position komme nur der designierte Parteivorsitzende Guido Westerwelle in Frage.

ddp BERLIN. Auch der scheidende Parteichef Wolfgang Gerhardt machte deutlich, dass es für Möllemann keine Sonderrolle geben werde. Gerhardt sagte dem Blatt: "Möllemann muss sich mit dem respektablen Posten des stellvertretenden Parteivorsitzenden zufrieden geben." Möllemann hat bisher nicht entschieden, ob er dafür kandidiert.

Die designierte FDP-Generalsekretärin Cornelia Pieper warnte Möllemann vor einem Konfrontationskurs gegenüber der Parteiführung. "Es gibt nur einen FDP-Vorsitzenden - und nicht zwei", sagte Pieper dem TV-Sender Phoenix am Montagabend. Es sei für sie nicht vorstellbar, dass der Parteitag in Düsseldorf zunächst Westerwelle zum Vorsitzenden wähle, um kurz darauf jemand anderen zum Kanzlerkandidaten zu bestimmen.

Auch der frühere Parteichef Klaus Kinkel wies Möllemann in die Schranken. Wenn Westerwelle ein Kanzlerkandidat zur Seite gestellt würde, wäre der künftige Parteichef "unendlich geschwächt", warnte Kinkel in der Berliner Tageszeitung "B.Z.". Kinkel erwartet auch nicht, dass sich für Möllemanns Vorschlag für einen eigenen FDP-Kanzlerkandidaten auf dem Parteitag eine Mehrheit findet.

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