Warnung vor Eskalation nach Rebellenüberfall
Mazedonien-Abkommen möglicherweise noch nicht unter Dach und Fach

Das mit den politischen Kräften in Mazedonien ausgehandelte Abkommen ist nach Aussagen des EU-Vermittlers François Léotard noch nicht unter Dach und Fach. "Ich bleibe da sehr vorsichtig, wenn sich die Lage vor Ort weiter verschlechtert, dann könnte das, was auf dem Papier vereinbart wurde, in Frage gestellt sein", sagte Léotard am Donnerstag.

afp PARIS. Es gebe weiterhin keine Garantie, dass sich die UCK-Rebellen an dem Abkommen beteiligten. Zudem seien derzeit die Bedingungen für einen Nato-Einsatz zur freiwilligen Entwaffung der UCK nicht erfüllt. "Die Nato wird nicht eingesetzt, solange der Waffenstillstand nicht wirksam ist", sagte Léotard.

Der EU-Vermittler hatte am Mittwochabend angekündigt, alle Parteien würden am Montag in Skopje ein umfassendes Abkommen unterzeichnen. Am Vormittag hatten albanischstämmige Rebellen jedoch einen Militärkonvoi überfallen und zehn mazedonische Soldaten getötet. Der Überfall war der folgenschwerste seit Beginn der bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der selbst ernannten Nationalen Befreiungsarmee (UCK) und den Regierungstruppen vor sechs Monaten.

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