Warnung vor Lieferung von Nuklearmaterial an Nordkorea
Radioaktive Briefe an japanische Regierung geschickt

ap TOKIO. Der japanische Ministerpräsident Yoshiro Mori und mehrere Regierungsbehörden haben mysteriöse Briefe mit einer geringen Menge radioaktiven Materials erhalten. Mindestens eines der anonymen Schreiben enthielt nach Polizeiangaben vom Montag eine Warnung, wonach eine Lieferung von Nuklearmaterial aus Japan nach Nordkorea geplant sein soll. Die Polizei leitete Ermittlungen ein.

Eine erste Untersuchung der vor einer Woche mit Poststempel Tokio versandten Briefe ergab, dass sich in den Umschlägen Pulver des Minerals Monazit befand, das unter anderem das radioaktive Element Thorium enthält. Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo bestand keine Gesundheitsgefahr. Ein Sprecher des Bildungsministeriums sagte, die Substanz habe wie Sand ausgesehen und sei zu gering gewesen, um gesundheitsgefährdend zu sein. Die Briefe enthielten auch ein Schreiben, zu dessen Inhalt zunächst keine Angaben gemacht wurden.

Insgesamt erhielten neun Regierungsbüros die mysteriöse Post, darunter das das Innenministerium und Geheimdienstbüros. Ein Sprecher Moris, Kazuhiko Koshikawa, erklärte, alle Ministerien seien angewiesen worden, keine Pakete oder Briefe ohne Absender anzunehmen. Unterdessen explodierte in einem Anwaltsbüro in der Nähe der Regierungsgebäude in Tokio eine Briefbombe. Ein Polizeisprecher erklärte, dabei sei eine Frau leicht an der Hand verletzt worden.



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