Warnung vor Panikreaktionen
Erster BSE-Fall in Polen festgestellt

In Polen ist erstmals ein Fall der Rinderseuche BSE festgestellt worden.

dpa WARSCHAU/KRAKAU. Der BSE-Verdacht der Probe eines etwa neun Jahre alten Rindes, dessen Fleisch am Donnerstag im südpolnischen Krakau (Krakow) untersucht worden war, habe sich bestätigt, teilte die Veterinärbehörde am Samstag in Warschau mit. Der oberste polnische Amtstierarzt Piotr Kolodziej warnte vor Panikreaktionen. "Dieser Fall zeigt auch, dass das Präventionssystem in Polen funktioniert", sagte er am Sonntag vor Journalisten in Krakau. "Unmittelbar nach dem ersten Verdacht sind sofort Maßnahmen ergriffen worden, die verhinderten, dass das Fleisch in den Handel gelangte."

Der BSE-Verdacht sei am 2. Mai bei der Untersuchung einer Probe in Krakau aufgekommen, sagte der Krakauer Amtstierarzt Krzysztof Ankiewicz. Nach einer erneuten Untersuchung, die den Verdacht erhärteten, sei der Schlachtbetrieb, in dem das Rind zusammen mit 43 anderen Tieren getötet worden war, gesichert worden. Das gesamte Fleisch wurde zurückgehalten und genau geprüft.

Krisenstab einberufen

In Krakau berief der Leiter der Regionalverwaltung einen Krisenstab ein. Noch sei nicht bekannt, ob das BSE-Rind aus polnischer Zucht oder aus dem Import stamme, teilte ein Sprecher des Krisenstabs am Sonntag mit.

In Polen waren im vergangenen Jahr BSE-Tests eingeführt worden, nachdem das Auftreten von BSE in Nachbarländern wie Deutschland zu erheblicher Unruhe unter den Verbrauchern geführt hatte. Die Einfuhr von Rindfleisch aus Staaten, in denen BSE aufgetreten war, wurde verboten. Bisher wurden in Polen nach Angaben der Veterinärbehörden mehr als 100 000 BSE-Tests an polnischen Rindern durchgeführt.

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