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Warnung vor Rückschritten auf Klimakonferenz

Umweltorganisationen haben zum Auftakt des Weltklimagipfels in Marrakesch vor Rückschritten und Verzögerungen beim globalen Klimaschutz gewarnt.

dpa MARRAKESCH/BONN. Einzelne Mitgliedsstaaten wie vor allem Russland könnten hinter den bereits im Juli in Bonn erreichten Verhandlungserfolgen zur Durchsetzung des Kyoto-Protokolls zurückbleiben und damit die gesamten internationalen Klimaschutzbemühungen ausbremsen, sagte Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid am Montag. Ähnlich äußerten sich der World Wide Fund For Nature (WWF) Deutschland und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Im Kyoto-Protokoll verpflichteten sich die Industrieländer zur Verminderung ihrer klimaschädliche Treibhausgase um im Schnitt 5,2 % bis 2012 (im Vergleich zu 1990).

Vor allem Russland, Japan, Kanada und Australien wollten Vereinbarungen zur Umsetzung des Kyoto-Protokolls wieder aufweichen, erläuterte Smid. Russland habe schon vor Beginn der Konferenz angekündigt, die ihm zugestandenen Quoten bei der Anrechnung von Wäldern als so genannte Schadstoffsenken nicht zu akzeptieren. "Die Klimakonferenz darf jetzt keine Rolle rückwärts machen."

Der WWF Deutschland forderte vom Gipfel die Verabschiedung eines "wasserdichten Vertragstexts", um eine zügige Ratifizierung des Kyoto-Protokolls bis zur Weltumweltkonferenz im September 2002 in Johannesburg zu ermöglichen. Durch Versuche von Ländern wie Russland, Kanada, Japan und Australien, einzelne Vereinbarungen von Bonn noch einmal neu zu verhandeln, werde der Vertrag "grundlegend gefährdet", betonte WWF-Klimaexpertin Regine Günther.

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