Warnung vor Spaltung
Zimmer kandidiert nicht mehr für Spitzenamt

Die scheidende PDS-Chefin Gabi Zimmer wird nicht mehr für ein Spitzenamt im Bundesvorstand ihrer Partei kandidieren. Das kündigte die 48-Jährige am Dienstag in Berlin an. Mit Blick auf die Bundestagswahl 2006 müssten sich an der Seite des designierten Vorsitzenden Lothar Bisky neue Leute profilieren. Dafür wolle sie ein Signal setzten, sagte Zimmer. Eine "Reproduktion der alten Kämpfe muss verhindert werden".

HB/dpa BERLIN. Zimmer warnte gleichzeitig eindringlich vor einer Spaltung der Partei. Es gebe Kräfte in der PDS, die sich die Gründung einer neuen Partei vorstellen könnten. Zimmer selbst hatte Anfang Mai nach monatelangen innerparteilichen Flügelkämpfen angekündigt, auf dem Sonderparteitag nicht mehr für den Vorsitz zu kandidieren. Sie hatte aber offen gelassen, ob sie sich für einen Platz im 20-köpfigen Vorstand bewerben wird.

Eine Kandidatur als Spitzenkandidatin für den Landtagswahlkampf in Thüringen im kommenden Jahr schloss Zimmer zunächst aus. Sie wolle nach dem Sonderparteitag am 28./29. Juni im Sommer für sich klären, was sie künftig in der Partei tun wolle. Sicher ist, dass sie den Vorsitz der Programmkommission für den regulären Parteitag im Oktober behalten will.

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