Warten auf das Verbrauchervertrauen
Dell und Ford belasten Wall Street

Die Quartalsbilanz des weltgrößten Computerherstellers Dell Computers und der negative Ausblick des Ford-Konzerns dürften nach Einschätzung von Experten die Kurse an der Wall Street am Freitag belasten.

Reuters NEW YORK. "Die Leute werden sich wahrscheinlich wieder auf ein paar schlechte Bilanzen konzentrieren", sagte Art Hogan, Chefmarktanalyst bei Jefferies & Co. Gegen 16.00 Uhr MESZ würden noch die Daten zur Entwicklung des Verbrauchervertrauens erwartet, die den Markt auch stark beeinflussen könnten, hieß es auf dem Parkett. "Man muss bedenken, dass der Verbraucher bisher eine Stütze war während des Konjunkturabschwungs. Deshalb wird diese Zahl Aufmerksamkeit erregen", sagte Hogan weiter.

Der Nasdaq-Future lag gegen 14.40 Uhr MESZ mit 29,50 Punkten im Minus auf 1564,00 Zählern, während der S&P-Future um 8,90 Zähler niedriger auf 1175,50 Punkten bewertet wurde.

Dell hatte nach eigenen Angaben im zweiten Quartal wie von Analysten erwartet einem niedrigeren Gewinn als im Vorjahreszeitraum erwirtschaftet, einschließlich Sonderbelastungen jedoch einen Millionenverlust verbucht. Im laufenden Quartal sei ein Rückgang des Umsatzes von bis zu fünf Prozent im Vergleich zum Vorquartal möglich. Die Aktie gab vorbörslich auf 24,05 von 25,38 Dollar bei Vortagesschluss nach.

Auch der Hersteller von Personalcomputern und Druckern, Hewlett-Packard, hatte mitgeteilt, das Unternehmen habe im dritten Quartal deutlich weniger verdient als noch ein Jahr zuvor. Die Aktie wurde im vorbörslichen Handel mit 24,40 Dollar wenig verändert zu ihrem Vortagesschluss bei 24,13 Dollar notiert.

Der Automobilkonzern Ford hatte zuvor seine Prognose für den Gewinn im Gesamtjahr 2001 vor Sonderposten deutlich auf 70 Cents je Aktie zurückgenommen. Analysten hatten nach einer Umfrage von Thomson Financial/First Call durchschnittlich mit 1,20 Dollar je Aktie gerechnet. Die eigenen Prognosen des Konzerns lagen zuvor zwischen 1,25 und 1,35 Dollar je Aktie. Die Titel verloren vorbörslich auf 21,50 von 23,47 Dollar.

Die Futures-Kurse reagierten nach Händlerangaben zunächst kaum auf die Mitteilung des US-Handelsministeriums, dass das Außenhandelsdefizit in den USA im Juni etwas stärker als von Analysten erwartet auf 29,41 (Vormonat: 28,47) Milliarden Dollar gestiegen sei. Von Reuters befragte Volkswirte hatten für den Berichtsmonat ein Defizit von 29,39 Milliarden Dollar prognostiziert.

Die US-Aktienmärkte hatten am Donnerstag ihre im Verlauf erlittenen Verluste bis zum Handelsschluss wieder wettgemacht und fester geschlossen. Der Dow-Jones-Index lag bei Handelsschluss 0,45 Prozent oder 46,57 Zähler im Plus auf 10.392,52 Punkten, während der technologielastige Nasdaq-Index 0,59 Prozent oder 11,40 Zähler auf 1930,29 Punkte hinzugewann. Der breiter gefasste S&P 500 ging 0,31 Prozent fester auf 1181,65 Zählern aus dem Handel.

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