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Warten auf den Durchbruch

Am Freitag gibt es schon wieder eine "Gerd-Show" - wird es erneut nicht der Durchbruch?

Ich habe mich in den Kreis der lauten Kritiker lange nicht eingereiht. Aber wie lange kann man noch Geduld üben?

In der Schlusspassage seiner alles andere als spektakulären Regierungserklärung vom 29. Oktober hat Schröder kraftvoll den "Primat der Politik" betont. Ich zitiere weiter: "Die Frage, ob unser Land politisch geführt oder mächtigen Interessengruppen überlassen wird, ist entscheidend für unsere Zukunft." Wie Recht sie doch hatten, Herr Bundeskanzler!

Am 14. März soll es angeblich - endlich - so etwas wie eine Ruck-Rede geben. Davon kann im Vorfeld keine Rede sein. Typisch für den Zustand unserer Nation: Die Rede ist noch nicht gehalten, da werden die angeblich wichtigsten Teile bereits lanciert bzw. sickern sie durch, regt sich bereits Widerstand auch aus den eigenen Reihen, melden sich die Kritiker der wirtschaftlichen Interessengruppen.

Wenn Sie heute die Zeitungen in die Hand nehmen, werden Sie schon auf den Titelseiten feststellen, wie weit die Diskussion über eine programmatische Kanzlererklärung, die erst in zwei Tagen gehalten wird, gediehen ist. Und Sie werden wahrscheinlich auch befürchten müssen, dass das bisher Bekannte wohl wieder keinen großen Wurf signalisiert.

Was heißt das für den privaten Anleger? Es heißt nichts, erwarten Sie sich einfach nichts. Ich kann jedenfalls nichts erkennen, das für einen Ruck sorgen könnte. Aber: Noch sind ja zwei Tage Zeit ...

Der ewige Optimist ist diesmal eher ein Pessimist - und wäre froh, wenn er sich irrte. Ich zitiere nochmals unseren Kanzler: "Eine Gesellschaft, deren Regierung nicht für die Nutzung aller Chancen und für den gleichen Zugang zu den Chancen sorgt, wird unter den Fliehkräften der Globalisierung von innen in Schwierigkeiten kommen, wenn nicht gar zusammenbrechen."

Brechen Sie bitte nicht zusammen - bis morgen!

Hier erreichen Sie den Autoren per Email: h.kutzer@vhb.de

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