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Warten auf den Silberstreif

Saure Gurkenzeit also auch im dritten Quartal? Kurz vor dem Beginn der Ertragswarnungssaison hoffen die Anleger sowohl von Seiten der Politik als auch von Seiten der Unternehmen verstärkt auf positive Zeichen. Doch zur Zeit gibt es wenige aufmunternde Worte.

Der Wall Street fehlen die positiven Impulse. Zwar legte die US-Wirtschaft im zweiten Quartal um 0,2 Prozent stärker zu als erwartet, doch handelte es sich im gleichen Atemzug auch um den geringsten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in acht Jahren. Mit einer Genesung der Konjunktur dürfte bis Ende des Jahres vermutlich nicht mehr zu rechnen sein, lauten vermehrt die Stimmen der Analysten. Noch bis vor zwei Wochen hatten die Experten von Goldman Sachs dem S&P 500 Index einen Anstieg auf 1450 Zähler bis Ende des Jahres prognostiziert. Nun werde das Börsenbarometer das Punktziel erst Mitte des kommenden Jahres erreichen, so die Analysten.

Aufgrund des bevorstehenden verlängerten Laborday-Wochenendes hielten sich die Anleger mit ihren Investitionsentscheidungen zurück. Bei geringem Handelsvolumen gingen sowohl der Dow Jones als auch der Nasdaq Index mit Punktverlusten aus dem Handel. Der Index der 30 US-Standardwerte schloss mit einem Minus von 1,28 Prozent auf 10 090 Zählern. Der Nasdaq Index rutschte 1,17 Prozent unter dem Schlussstand des Vortages und ging bei 1 843 Punkten aus dem Rennen.

Hinweise auf die Entwicklung in den kommenden Wochen erhoffen sich die Anleger vor allem von den Analystentreffen bei Sun Microsystems, Altera und Xilinx. Das Papier von Sun Microsystems notierte im negativen Terrain. Die Zuversicht über die Geschäftsentwicklung des Serverherstellers hielt sich zurecht in Grenzen. "Es dürfte für uns eine Herauforderung werden, im ersten Quartal die Gewinnschwelle zu erreichen", sagte Suns Finanzvorstand. Schuld an den bisher trüben Aussichten sei die magere Auftragslage. Bisher hatte die Mehrheit der Analysten mit einem Gewinn von zwei Cents pro Aktie gerechnet. Bereits am Dienstag hatten die Analysten von Goldman Sachs die Geschäftsprognosen für das laufende Quartal und das kommende Geschäftsjahr reduziert. Am Mittwoch büßte das Papier 0,7 Prozent ein.

Zu den größten Verlierern unter den Nasdaq Werten gehörten die Aktien von Altera und Xilinx. Altera verlor 6,3 Prozent, Xilinx verbilligte sich um 5,3 Prozent. Doch neben Chipaktien litten auch die Werte der Software- und Computeraktien unter Punktverlusten. Intel und Microsoft kosteten die Indizes ebenfalls Zähler.

Von den 30 US-Standardwerten konnte sich lediglich die Aktie von McDonald´s im Plus halten. Diese schloss als einziger Dow Jones Gewinner mit einem Plus von 0,37 Prozent.

Nachdem ohnehin schon trüben Handelstag schob Corning nach Handelsschluss noch eine schlechte Nachricht hinterher. Der Telekommunikationskonzern wird weitere 1000 Mitarbeiter entlassen. Damit reduzierte das Unternehmen die Anzahl seiner Mitarbeiter in diesem Jahr um 8000 und damit 20 Prozent weltweit. Nachdem die Aktie im Handel bereits 4,4 Prozent verlor, büßt sie auch nachbörslich weiter an Wert ein.

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