Warten auf die Fed
Dax etwas fester erwartet

Der Leitindex Dax wird am Dienstag voraussichtlich mit Gewinnen in den Handel starten. Das Wertpapierhandelshaus Lang & Schwarz stellte den DAX vorbörslich um 8.20 Uhr bei 4 262 Punkten fest.

dpa-afx FRANKFURT. Experten erwarten für die am Abend anberaumte Sitzung des für die Zinspolitik zuständigen Offenmarktausschusses (FOMC) der US-Notenbank Fed eine erneute Senkung des Leitzinses. Die Finanzwelt rechnet mit einem Zinsschritt um einen halben Prozentpunkt nach unten, und das ist Händlern zufolge auch schon in den Kursen eingepreist.

Die Entscheidung soll am Dienstag um 20.15 Uhr deutscher Zeit bekannt gegeben werden. Börsianer vermuten, dass sich die Anleger vor einer Entscheidung zurückhalten. Dagegen dürften Konjunkturdaten wie die EU-Arbeitslosendaten im August ein wenig in den Hintergrund geraten.

Der Dax fiel am Montag um 1,58 % auf 4 239,97 Punkte. Auch am Neuen Markt gab der NEMAX 50 um 2,94 % auf 778,73 Zähler ab. Dagegen gewann der MDax der 70 mittelgroßen Werte 0,17 % auf 3 978,53 Stellen.

Die Vorgaben aus Übersee waren uneinheitlich: Während der Nikkei-Index für die 225 führende Werte in Tokio am Dienstag um 1,65 % auf 10 136,56 Punkte zulegte, schlossen die US-Indizes am Montag im Minus. Immerhin konnten sie ihre Verluste aber eingrenzen: So ging der Index der 30 US-Standardwerte, der Dow Jones Industrial Average , am Montag mit einem Minus von 0,12 % bei 8 836,83 Punkten aus dem Handel. Der marktbreitere S&P 500-Index verlor 0,23 % auf 1 038,55 Zähler. Der Nasdaq Composite fiel um 1,22 % auf 1 480,46 Punkte. Der Nasdaq 100 der 100 wichtigsten Nasdaq-Titel gab 1,47 % auf 1 151,24 Punkte nach.

Der Chemiekonzern Bayer hat die Pflanzenschutzsparte Cropccience für 7,25 Mrd. ? gekauft und damit die teuerste Investition seiner Unternehmensgeschichte über die Bühne gebracht. Das teilten Bayer und Aventis am Dienstag mit. An dem Pflanzenschutzhersteller waren Aventis mit 76 % und Schering mit 24 % beteiligt. Mit dem Verkauf der Agrosparte endet eine Reihe langwieriger Verhandlungen. Die Vertragsunterzeichnung sollte eigentlich schon vor mehreren Wochen stattfinden, verzögerte sich aber wegen rechtlicher Details.

Mit Spannung erwarten Anleger, wie die Titel der Lufthansa auf die Krise von Swissair reagieren. Die schwer angeschlagene Schweizer Traditions-Fluglinie wird von den Banken übernommen. Das teilte Konzernchef Mario Corti am Montagabend in Zürich mit. Die Schweizer Regierung wird zunächst nicht finanziell einsteigen. Der Name Swissair mit dem bekannten Schweizer Kreuz soll bestehen bleiben. Nach Angaben von Corti wird Swissair mit ihrem Fluggeschäft in ihrer 70-prozentigen Tochter, der Baseler Regionalfluglinie Crossair, aufgehen. Diese wiederum wird mehrheitlich an die Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse Group (CSG) verkauft.

Im ersten Börsenjahr werden die Anleger des Fußballclubs Borussia Dortmund aller Voraussicht nach keine Dividende bekommen. Schon vor der Bilanzpressekonferenz am heutigen Dienstag hatte BVB-Geschäftsführer Michael Meier gegenüber dem Handelsblatt angekündigt, dass die Borussia Dortmund GmbH Co KGaA das Geschäftsjahr 2000/2001 (30.Juni) mit roten Zahlen abschließen werde.

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