Warten auf die Fed
Wall Street-Ausblick: Träumen vom Boden

In der vergangenen Woche haben die drei großen US-Indizes weitere Tiefschläge einstecken müssen. Der Dow Jones auf dem niedrigsten Stand des Jahres, die Nasdaq so schwach wie seit Januar 1998 nicht, und der marktbreit gefasste S&P 500-Index ist unter die 1000-Punkte-Marke gefallen. Was die nächste Woche bringt...

wsc NEW YORK. Bei allem Pessimismus tun sich auch die Cheerleader der Wall Street schwer, Optimismus zu vermitteln. Arthur Cashin, der Parkettchef der UBS Paine Webber, klammert sich hilfesuchend an ein paar historische Beobachtungen: Die Statistik zeige, dass eine Bodenbildung im Aktienmarkt oft im Juni stattfinde, noch öfter zum Monatsende und fast immer an einem Montag oder Dienstag. Das heißt: Nächste Woche könnte es aufwärts gehen. Daran glauben mag Cashin zwar selbst nicht, aber allein der Gedanke daran hat wahrscheinlich vielen das Wochenende erträglicher gemacht.

Wie lange das anhält ist indes fraglich, doch ist in der kommenden Woche wieder alles offen. Zahlreiche Konjunkturdaten stehen an, darunter Zahlen zum Verbrauchervertrauen und zum Immobilienmarkt am Dienstag, zu den Bestellungsn langlebiger Güter am Mittwoch, zu Bruttoinlandsprodukt und Deflationsrate am Donnerstag und zum Einkaufsmanager-Index am Freitag. Außerdem ist am Dienstag und Mittwoch Fed-Sitzung. Und obwohl an der Wall Street völlig klar scheint, dass die Notenbank die Leitzinsen nicht antasten wird, wird man die Schlusskommentare von Chairman Greenspan mit Spannung verfolgen. Denn im Juni-Meeting des Offenmarktausschusses gibt das Komitee üblicherweise einen Ausblick auf 2003, dem man mehr zu entnehmen hofft als den Kommentaren von Analysten und CEOs.

Zu den Unternehmen, die im Laufe der Woche melden gehören der Chip-Riese Micron und der Hersteller von Organizern, Palm. Doch wird der weniger auf die Quartalszahlen achten als auf ad-hoc-Meldungen anderer Unternehmen. Schließlich ist man mitten in der Warnsaison, und allein diese hat in den vergangenen zwei Wochen den Handel bestimmt. Außerhalb der High-Tech-Branchen gibt es Ergebnisse von Fed Ex, Rite Aid, General Mills, Nike und der World Wrestling Federation.

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