Warten auf die US-Zinsentscheidung
Dow sackt unter die 10 000er-Marke

Die Standardwerte an der New Yorker Börse haben zum Wochenauftakt am Montag deutliche Kursverluste verbucht und sind unter die 10 000-Punkte-Marke gesackt.

dpa-afx/rtr FRANKFURT/NEW YORK. Der Standardwerte-Index Dow Jones verlor 1,27 % auf 9 921,66 Punkte und schloss damit nur hauchdünn über seinem Tagestief von 9 921,45 Zählern. Damit ging der Index den dritten Handelstag in Folge mit Verlusten aus dem Rennen. Der marktbreite S&P-500-Index fiel um 1,59 % auf 1 139,95 Zähler.

Als Gründe nannten Händler neben der anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank das mögliche Scheitern der geplanten Fusion der Computerhersteller Hewlett-Packard (HP) und Compaq. Die Börsianer führten auch die wieder aufkommende Unsicherheit über die Zukunft des unter Gläubigerschutz stehenden Energiehändlers Enron an.

Für einige Anleger sei der jüngste Aufwärtstrend offenbar zu schnell gekommen und zu weit gegangen, sagten Händler. "Der Markt hat sich sehr schnell erholt, und ich würde jetzt eher von einer Konsolidierung als einem Abwärtstrend sprechen", sagte Stanley Nabi, Geschäftsführer bei Credit Suisse Asset Management. Belastend für den Markt sei unter anderem die Umsatzwarnung des Herstellers von optischen Komponenten, JDS Uniphase, gewesen, sagten Händler.

Die technologielastige US-Börse Nasdaq hat zum Wochenauftakt nicht an die Gewinne der Vorwoche angeknüpft. Der alle Werte umfassende Composite Index schloss mit einem Minus von 1,44% auf 1 992,15 Zähler und sackte damit unter die 2 000-Punkte-Marke. In der Vorwoche hatte der Index noch 4,70 % zugelegt.

Bei den Technologietiteln verloren die Aktien der JDS Uniphase rund 5,5 % auf 9,95 $. Das Unternehmen erwartet angesichts der Branchenflaute für das kommende dritte Geschäftsquartal einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorquartal um zehn bis 15 %.

Die Aktien des Mischkonzerns Halliburton erholten sich deutlich von den Verlusten der Vorwoche und schlossen 16,7 % höher auf 14,00 $. Halliburton-Aktien waren am Freitag an den US-Börsen kräftig um über 40 % eingebrochen. Eine Tochterfirma war von einem Gericht zur Zahlung von 30 Mill. $ wegen Asbestschäden verurteilt worden. Halliburton teilte am Montag mit, die Schadensforderungen hätten keinen bedeutenden finanziellen Einfluss. Der Betrag werde von Versicherungen übernommen.

Die Aktien insgesamt seien derzeit etwa 2 % überbewertet, sagte Hugh Johnson, Chefinvestment-Officer bei First Albany Corp. "Wenn die Aktien moderat überbewertet sind, ist das Aufwärtspotenzial wesentlich begrenzter und das nimmt Schwung aus dem Markt." Die Marktteilnehmer seien außerdem vorsichtig vor der Zinssitzung der US-Notenbank am Dienstag, sagten Händler. Alle 24 von Reuters befragten Händler von US-Staatsanleihen erwarten eine weitere Senkung um 25 Basispunkte auf dann 1,75 %. Damit hätten die Zinsen das niedrigste Niveau seit 1961 erreicht.

An der New York Stock Exchange wechselten insgesamt rund 1,19 Milliarden Aktien den Besitzer, dabei überwogen 2 158 Verlierer 962 Gewinner, und 214 blieben unverändert.

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