Warten auf erstes Edelmetall geht weiter
Fechtern drohen erneut Debakel-Spiele

Lange Jahre hatten sie einen Platz auf dem olympischen Treppchen abonniert. Doch diese glorrecihen zeiten sind seit Sydney vorbei - und scheinen auch in Athen nicht wiederbelebbar. Am Dienstag jedenfalls blieben sie erneut ohne Stich.

HB ATHEN. Auch nach fünf Einzel-Wettbewerben gab es noch kein olympisches Edelmetall für das Team des Deutschen Fechter-Bundes (DFeB). Sowohl Susanne König im Damensäbel als auch die Tauberbischofsheimer Degenfechter Daniel Strigel, Sven Schmid und Jörg Fiedler scheiterten am Dienstag vorzeitig. "Das ist Pech. Ich kann nicht sagen, dass wir zufrieden sind. Wenn wir nur wüssten, warum es gegen die Deutschen läuft", sagte Fechterpräsident Gordon Rapp. Die fünf Medaillen von Sydney 2000 sind schon lange außer Reichweite, es droht ein Debakel wie in Atlanta 1996.

Damals hatten Athleten, Trainer und Offizielle nach erfolglosen Einzel-Konkurrenzen voll auf die Mannschaften vertraut, die dann jedoch nur eine Bronze-Medaille im Damenflorett mit nach Hause brachten. Diese Tendenz zeigt sich auch acht Jahre später in Athen. "Ich bin sehr optimistisch, was die Mannschaften angeht. Dort haben wir in allen drei Wettbewerben gute Medaillenchancen", sagte Rapp.

Daniel Strigel hatte die Medaille schon fast in Reichweite, unterlag aber im Viertelfinale dem Chinesen Wang Lei 14:15. Nach einer Kreuzbandoperation im Mai 2003 meldete sich der 29-Jährige zwar endgültig in der Weltklasse zurück, konnte aber auch nicht für das erhoffte Edelmetall sorgen. "Bei mir war es kein Pech. Nicht, wenn man 11:9 führt und dann 12:14 hinten liegt", sagte Strigel selbstkritisch. "Ich hätte mir gewünscht, dass Daniel sich nach der Führung cleverer verhält. Aber er hat die Spannung nicht gehalten", meinte Degen-Bundestrainer Walter Steegmüller.

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