Warten auf EZB-Entscheidung: Dax schließt knapp unter 2 500 Punkten

Warten auf EZB-Entscheidung
Dax schließt knapp unter 2 500 Punkten

Anleger wollten über Nacht keine Positionen halten und hätten deshalb zu den Schlusskursen Bestände verkauft, hieß es im Handel. Am Morgen hatte der Dax mit dem Schwächeanfall des Dollar und der Angst vor einem Irak-Krieg bereits deutlich im Minus gelegen und war vorübergehend bis auf 2 456 Punkte gesunken. Dann hatte aber die Hoffnung auf eine Leitzinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag die Kurse stabilisiert.

vwd FRANKFURT. Sollte die EZB die Leitzinsen um 50 Basispunkte senken und die Hoffnung auf eine weitere Senkung um 50 Basispunkte im zweiten oder dritten Quartal im Markt lassen, könnte der Dax positiv reagieren, hieß es am Markt. Sollte die EZB die Leitzinsen allerdings um weniger als 50 Basispunkte senken, werde der Dax wahrscheinlich fallen.

Allerdings waren die Umsätze gering. Den Dax stützten dabei vor allem Kursgewinne bei den zinsabhängigen Aktien der Allianz, Münchener Rück, Deutsche Bank und Deutsche Telekom, die sich von den kräftigen Verlusten der vergangenen Tage erholten. So stiegen Deutsche Telekom um 3,0 Prozent auf 10,25 Euro. Eine Leitzinssenkung würde dem Unternehmen beim Erreichen der Ziele zum Schuldenabbau erneut nützen. Auch Hypo-Vereinsbank und Commerzbank zogen etwas an.

Auf der Verliererseite weit oben standen am Nachmittag Eon, die um 1,9 Prozent auf 39,55 Euro fielen. Der Konzern hatte heute Zahlen vorgelegt.Anleger verkauften nun Eon und kauften dagegen RWE, hieß es. Nach den vorgelegten Zahlen sei der große Abstand von etwa 20 Euro zwischen Eon und RWE nicht mehr gerechtfertigt, meinten Händler. RWE stiegen um 0,9 Prozent auf 20,58 Euro.

VW verloren 2,0 Prozent auf 35,07 Euro. Marktteilnehmer hatten am Morgen auf eine Vorentscheidung über die Zukunft des so genannten VW-Gesetzes aus Brüssel gewartet. Das Gesetz, das Niedersachsen einen starken Einfluss bei VW sichert, werde als Behinderung ausländischer Investoren betrachtet. Die EU-Kommission hatte aber am Mittag bekannt gegeben, dass das Votum um zwei Wochen verschoben wird.

Trotz eines positiven Ausblicks fielen Henkel um 2,9 Prozent auf 56,27 Euro. Die Aktien hätten schon in den vergangenen Tagen gut im Markt gelegen, nun machten einige Anleger Kasse, hieß es dazu. Auch Linde, SAP, Thyssen-Krupp und MLP standen unter Druck.

Als technische Gegenbewegung bewerteten Händler den Kursanstieg von Tui, die um 4,8 Prozent auf 8,92 Euro stiegen.

In der zweiten Reihe gaben MG Technologies um 3,5 Prozent auf 5,26 Euro nach. Händler meinten aber, in Richtung 5 Euro nehme das Kaufinteresse deutlich zu. Denn der Kurs sei bereits 2001 so niedrig gewesen und habe sich dann kräftig erholt. Damit sollte der Kurs auch jetzt kräftig steigen, wenn weitere negative Nachrichten ausblieben.

Weiter erholen konnten sich Douglas. Bei Wella gaben die stimmrechtslosen Vorzüge nach, die Stämme notierten dagegen mit der Übernahmespekulation leicht im Plus.

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