Warten auf Intel-Prognose
Tech-Werte belasten Europas Börsen

Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag Analysten zufolge trotz der bekräftigten Gewinnprognose von Microsoft und erwartungsgemäß ausgefallenen Unternehmenszahlen erneut unter starken Verkäufen bei Technologiewerten gelitten.

Reuters FRANKFURT. Die Investoren hielten sich mit Blick auf die nach US-Börsenschluss erwartete Geschäftsprognose des weltgrößten Chipherstellers Intel zurück, hieß es.

"Alle werden auf Intel schauen. Die Zahlen von Zurich Financial und Diageo waren alle im Rahmen der Erwartungen. Aber das war nicht gut genug, um den Markt zu stützen", sagte David Thwaites, Aktienstratege bei BNP Paribas. Der Euro-Stoxx 50 fiel bis zum Mittag 1,34 %. Der Euro-Stoxx für die Technologiewerte verlor sogar mehr als fünf Prozent.

An der Frankfurter Börse fiel der Dax erstmals seit August 1999 unter die Marke von 5 000 Punkten, am Neuen Markt sank der Auswahlindex Nemax 50 bei 966,99 Zählern erneut auf ein Rekordtief. Am frühen Nachmittag notierte der Dax mit 1,53 % im Minus bei 4970,74 Punkten, der Nemax50 1,89 % schwächer bei 969,68 Zählern.

Analysten hatten es als wahrscheinlich bezeichnet, dass Intel in der für den Abend (MESZ) erwarteten Unternehmensmitteilung eine Umsatzprognose für das dritte Quartal abgeben wird, die am unteren Ende der bisher genannten Bandbreite liegen werde.

Im europäischen Technologie-Sektor verloren vor allem die Aktien von Telekom-Ausrüstern. Die Papiere der britischen Marconi etwa verzeichneten ein Minus von 7,9 %. Zeitweise größter Verlierer war allerdings der deutsche Software-Produzent SAP, dessen Aktien bis zu 8,9 % abgaben.

France-Telecom verloren deutlich

France-Telecom-Aktien fielen 5,2 %. "Die Schulden bei France Telecom beunruhigen schon etwas. Die sind sehr viel schneller als erwartet gestiegen, und die (France Telecom) haben den Schuldenabbau zurückgestellt", sagte Thwaites. Telecom Italia hingegen hätten davon profitiert, dass die von ihrer Mobilfunktochter TI Mobile am Mittwochabend vorgelegten Geschäftszahlen im Rahmen der Markt-Erwartungen gelegen hätten. Telecom Italia legten 2,7 % zu.

Auto-Aktien blieben gegen den Abwärtstrend freundlich. BMW gewannen gut zwei, Volkswagen rund 2,6 %.

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