Warten auf Intervention?
Euro bleibt über 0,84 Dollar

Die Märkte verhalten sich aus Sorge vor einer Intervention vorsichtig. Die Deutsche Bank hält ein Eingreifen für sinnvoll.

afp/dpa LONDON/BERLIN. Der seit Tagen unter Druck stehende Euro ist am Freitag im europäischen Devisenhandel deutlich über der Grenze von 0,84 $ geblieben. In London notierte die Gemeinschaftswährung für bislang elf EU-Staaten am späten Vormittag bei 0,8463 Dollar; dies entsprach einem Dollarkurs von 2,3110 DM. Die Märkte verhielten sich aus Sorge vor einer Intervention der Notenbanken vorsichtig, betonte die Volkswirtin der Canadian Imperial Bank of Commerce, Audrey Childe-Freeman. Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Wim Duisenberg, hatte am Donnerstag Interventionen ausdrücklich nicht ausgeschlossen.

Deutsche Bank hält Intervention für sinnvoll

Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, hält ein Eingreifen der Europäischen Zentralbank zu Gunsten des schwachen Euro für sinnvoll. Allerdings denke er nicht an eine klassische Intervention in Form von Stützungskäufen, betonte er am Freitag im Deutschlandfunk.

Er machte sich aber dafür stark, die Schulden in den einzelnen Ländern zügiger als bisher geplant abzubauen und dadurch eine materielle Gesundung der Wirtschaft auf den Weg zu bringen. Dazu müssten die einzelnen Nationalbanken ihre überschüssigen Devisen- Reserven verkaufen. Nach Walters Einschätzung ist der Kurs der Euro derzeit mindestens um 20 % aus dem Gleichgewicht geraten.

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