Warten auf Mr. Greenspan
US-Börsen fester erwartet

Die US-Aktienbörsen werden Händlern zufolge nach erfreulichen Quartalsergebnissen und optimistischen Geschäftsprognosen einiger US-Unternehmen am Mittwoch voraussichtlich fester in den Handel starten. Insbesondere die Technologiewerte dürften zulegen, hieß es.

Reuters NEW YORK. Am Dienstag nach US-Börsenschluss hatten IBM und Intel Geschäftszahlen veröffentlicht, die mit den Prognosen der Experten übereinstimmten oder diese sogar übertrafen. Ansonsten warte der Markt gespannt auf die Rede des US-Notenbankchefs Alan Greenspan vor dem Kongress. Sie erhofften sich Hinweise auf bevorstehende weitere Zinssenkungen, hieß es.

IBM hatte am Dienstag nach US-Börsenschluss einen Umsatzrückgang von 20 % bekannt gegeben. Der Markt habe mit einem noch größeren Minus gerechnet, hieß es. Die IBM-Aktien verteuerten sich im vorbörslichen Computerhandel Instinet am Mittwoch um mehr als vier Prozent. Beim Chiphersteller Intel habe der Absatzrückgang um 77 % im Rahmen der Erwarungen der Experten gelegen, sagten Branchenkenner. Der verhaltene Ausblick für das vierte Quartal habe jedoch für zeitweilige Verluste gesorgt. Später erholte sich das Papier wieder deutlich. Kurz vor Eröffnung der Wall Street tendierte es knapp 5 % im Plus.

Der Pharma-Hersteller Pfizer gab am Mittwoch vor Börsenauftakt einen Anstieg seines Quartalsgewinns um 28 % bekannt. Der Zuwachs sei durch die gute Nachfrage und Einsparungen nach der Übernahme von Warner-Lambert getragen worden, hieß es. Bei AOL Time Warner hat das Wachstum im Kabelgeschäft und bei den Internet-Zugängen den Angaben zufolge den Rückgang der Werbeeinnahmen mehr als ausgeglichen.

Zinssenkung erwartet

Viele Anleger rechnen Börsianern zufolge damit, dass die US-Notenbank die Zinsen zur Ankurbelung der lahmenden Konjunktur auf der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses am 6. November zum zehnten Mal in diesem Jahr senken werde. Einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters zufolge erwarten die Analysten eine Zurücknahme des Leitzinses auf 2,0 von derzeit 2,5 % bis zum Jahresende.

"Man muss fragen, ob Stand der Wirtschaft in sechs Monaten besser oder schlechter sein wird", sagte Noah Blackstein, Fondsmanager bei Dynamic Power American Fund. "Es ist fast unmöglich zu sagen, dass er schlechter sein wird", fügte er hinzu.

Der Nasdaq-Future tendierte gegen 14.30 Uhr MESZ 2,6 % höher bei 1 449 Zählern und der S&P-Futures 1,12 % fester bei 1 111,80 Punkten. Der technologielastige Nasdaq-Index hatte am Dienstag um 1,52 % auf 1 772,07 Punkte und der Dow Jones 0,39 % auf 9 384,23 Zählern zugelegt.

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