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Warten auf neue Impulse

Zur Wochenmitte hat sich die Kauflaune an der Wall Street in Grenzen gehalten. So war es das Ausbleiben von Käufern und nicht verstärkte Verkäufe, die den Markt belastet haben. Dow Jones und Nasdaq haben leicht verloren. Finanzwerte gehörten zu den größten Verlierern. Hintergrund waren Kommentare der zweitgrößten US-Bank J.P. Morgan Chase. Wie die Bank meldet, sind die Umsätze aus Venture Capital Investitionen und dem Aktiengeschäft auf den tiefsten Stand seit drei Wochen gefallen. Die Handelsumsätze im weiteren Jahresverlauf dürften gegenüber dem ersten Quartal ebenfalls schwächer ausfallen.

Auch aus dem High-Tech-Sektor kam Gegenwind. Knapp vier Prozent hat die Aktie von Hewlett-Packard verloren. Vorstandschefin Carly Fiorina hat sich skeptisch über die Umsatzentwicklung des Computerkonzerns geäußert. Der Mai sei flauer verlaufen als erwartet. Sie sprach von einem weltweiten Trend, der sich auch "jenseits der USA und Europa" bemerkbar mache.

Überraschend positiv sah hingegen der Tagesverlauf von Intel aus. Der Chipkonzern wird am Donnerstag erstmals in der Firmengeschichte zwischen zwei Quartalen einen Ausblick wagen. Analysten haben sich im Vorfeld skeptisch geäußert. So befürchtet die Credit Suisse, dass der weiterhin aggressive Preiskampf und die schwache Nachfrage dazu führen könnte, dass Intel die Erwartungen korrigieren muss. Nach anfänglichen Verlusten legte die Aktie zu Handelsschluss rund zwei Prozent zu

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Zu den Gewinnern gehörte auch Procter & Gamble. Laut Lehman Brothers wird der Konzern in der kommenden Woche die Prognosen bestätigen. Ebenfalls Rückendeckung von Analysten hat der Serverhersteller Sun Microsystems erhalten. Der Serverhersteller profitiert von Kommentaren der Investmentbank Goldman Sachs, die von einer Erholung des Geschäftsfelds ausgeht.

Ebenfalls zu den Gewinnern an der Technologiebörse Nasdaq gehörte das Internetunternehmen Priceline. Hintergrund für den Kursanstieg war die Nachricht, dass ein Milliardär aus Hongkong plant, der größte Aktionär des Unternehmens zu werden. Zu Handelsschluss hat der Technologieindex Nasdaq trotz kleiner Kursverluste die 2.200 Punkte Marke verteidigt.

Am Donnerstag wird zum einen Intel im Mittelpunkt stehen. Von konjunktureller Seite werden Einzelhandelsdaten sowie die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung veröffentlicht.

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