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Warten auf neue Impulse

Die amerikanischen Aktienmärkte dürften den Handel am Donnerstag leicht schwächer eröffnen. Wie bereits am Mittwoch könnten Käufer vergeblich auf Kaufanreize warten, und das dürfte die Indizes leicht belasten. Von der Konjunkturseite ist auch nicht mit großen Impulsen zu rechnen. Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sind in der vergangenen mit 432.000 Anträgen stärker gestiegen als im Vorfeld erwartet wurde. Damit setzt sich der Trend, steigende Arbeitslosenzahlen, auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt weiter fort. Unternehmensmeldungen dürften jedoch den Ton am heutigen Börsentag vorgeben.

Die wichtigste Veranstaltung des Tages wird allerdings erst nach Handelsschluss stattfinden. Der Chipkonzern Intel wird einen Quartalzwischenbericht abgeben. An der Wall Street wird im Vorfeld gemunkelt, dass der Branchenführer die Prognosen für die kommenden Quartale reduzieren könnte.

Dass die Lage im Chipsektor weiterhin angespannt bleibt, unterstreicht ein Branchenbericht. Danach könnten die weltweiten Halbleiterverkäufe dieses Jahr um 14 Prozent auf 175 Milliarden Dollar fallen. Weiterhin zuversichtlich bleibt der große Intel Rivale Advanced Micro Devices. Laut einem Vorstandsmitglied würden die Erwartungen im laufenden Jahr erfüllt. In einigen Geschäftszweigen könnten zudem die Marktanteile ausgebaut werden.

In Bedrängnis könnte die Automobilindustrie geraten. Hintergrund ist eine Untersuchung, die Präsident George W. Bush eingeleitet hat. Der Texaner lässt überprüfen, ob ausländische Stahlproduzenten die einheimischen Unternehmen belasten. Bei den amerikanischen Stahlproduzenten dürfte diese Nachricht auf offene Ohren. Stahlkunden wie Automobilkonzerne befürchten hingegen höhere Preise, sollte das Angebot aus Übersee wegfallen.

Eine andere Industrie in den USA gerät zum Wochenausklang ebenfalls unter Beschuss. Der Tabakkonzern Philip Morris ist von einem Gericht in Kalifornien zu einer Entschädigungszahlung in Höhe von drei Milliarden Dollar verdonnert worden. Bei dem Prozess ging es um eine Einzelklage. Auch wenn der Sektor kurzfristig unter Druck geraten dürfte, bleibt die Investmentbank Goldman Sachs gelassen. Sowohl Philip Morris als auch Loews werden auf der Empfehlungsliste bekräftigt. Die Tabakindustrie werde durch die mögliche Zahlung mit Sicherheit nicht vor eine unlösbare Aufgabe gestellt.

Belastend werden sich voraussichtlich Umsatzwarnungen von Broadcom und Gillette auswirken. Die Gewinnwarnungssaison kommt langsam in Schwung, und Investoren werden sich darauf einstellen müssen, dass diese Hiobsbotschaften in den kommenden Wochen ihre Fortsetzung finden werden.

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