Warten auf neue US-Daten
Dollar notiert nur wenig verändert

Der Dollar hat sich am Montag im europäischen Devisenhandel zu Euro und Yen kaum verändert präsentiert. Händler beschrieben den Umsatz wegen eines Bankfeiertages in Großbritannien am Montag als gering. Vorläufig gebe weiterhin der US-Aktienmarkt für den Dollar die Richtung vor.

Reuters LONDON. Mit Kursen um 0,97 Dollar war der Euro zum EZB-Referenzkurs von Freitag (0,9687 Dollar) nahezu unverändert. Der Yen pendelte um seinen New Yorker Schlusskurs von rund 119,70 Yen.

Angesichts des näherrückenden Jahrestages der Anschläge vom 11. September sowie der Spannungen zwischen dem Westen und dem Irak hielten sich viele Marktteilnehmer zurück, sagten Händler.

In der letzten Augustwoche stehen zudem eine Reihe von US-Konjunkturdaten und eine Rede von US-Notenbankchef Alan Greenspan am Freitag an. Traditionell endet in den USA am Labor-Day-Wochenende Anfang September die Ferienzeit.

Trotz der schwächeren Schlusstendenz an der Wall Street, die am Freitag im Schnitt zwei bis drei Prozent verloren hatte, sprachen Händler von einer besseren Stimmung an den Finanzmärkten. Die Tokioter Börse schloss am Montag mit einem Plus von gut zwei Prozent, und auch die europäischen Börsen tendierten freundlich.

Die US-Konjunkturdaten der nächsten Woche dürften nach Einschätzung der meisten Volkswirte erneut belegen, dass sich die weltgrößte Volkswirtschaft nur schleppend von der Rezession des vergangenen Jahres erholt. Am Montag stehen die Zahlen zum Eigenheim-Absatz im Juli auf dem Plan, am Dienstag kommen die Auftrags-Daten zu den langlebigen Gütern ebenfalls für Juli und der vom Conference Board ermittelte Index des Verbrauchervertrauens für August. Bei dem für die Entwicklung der Konsumausgaben wichtigen Vertrauensindikator rechnen Analysten mit einem zum Juli nahezu unveränderten Stand von 97,2 Punkten.

Am Freitag rückt laut Händlern voraussichtlich wieder Greenspan in den Blickpunkt des Marktgeschehens. Der Fed-Präsident, dessen Worte an den Märkten stets mit Spannung verfolgt werden, wird in Jackson Hole bei einer Veranstaltung der Fed von Kansas City die Eröffnungsrede halten. Von seinen Äußerungen versprechen sich Händler weitere Aufschlüsse über die künftige Zinspolitik der US-Notenbank. In der vergangenen Woche hatten mehrere Fed-Vertreter signalisiert, dass die Währungshüter momentan keinen Anlass für eine Änderung ihrer Geldpolitik sehen. Der Schlüsselzins liegt derzeit mit 1,75 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit rund 40 Jahren.

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