Warten auf neue US-Konjunkturdaten
Euro nähert sich wieder der Parität

Die Angst vor weiteren Kursverlusten an der Wall Street hat den Dollar am Dienstag stark unter Druck gesetzt. Der Euro stieg damit auf den höchsten Stand seit einem Monat auf Kurse deutlich über 0,99 Dollar.

Reuters LONDON. Nach Angaben von Händlern fürchteten die Investoren, dass nach einem 18-Jahres-Tief an der Tokioter Börse auch die New Yorker Aktienmärkte weiter nachgeben. Sollte es an der Wall Street ebenfalls zu Kurseinbrüchen kommen, werde dies zu weiteren Dollarverkäufen führen. Einige Devisenhändler betonten allerdings, das Hauptaugenmerk der Anleger liege weiter auf Wirtschaftsdaten aus den USA. Für den Nachmittag wurde der Einkaufsmanager-Index des Institute of Supply Management (ISM) erwartet.

Der Euro kletterte zur US-Währung im europäischen Handel auf 0,9932/37 Dollar nach einem Schlusskurs am Montag in New York von 0,9842 Dollar. Auch zur japanischen Währung gab der Dollar nach, und zwar einen Yen auf 117,11/17 (Vortagesschluss in USA 118,15) Yen.

Die Terminkontrakte der US-Börsenindizes deuteten derweil auf einen schwachen Handelsstart an der Wall Street hin. Der Nasdaq-Future tendierte gegen 11.20 Uhr MESZ 16 Punkte im Minus, der S&P-Future verlor 15,9 Punkte. "Die neuerliche Schwäche an den Aktienmärkten lastet auf dem Dollar", sagte Devisenstratege Ian Stannard von BNP Paribas. Währungsexperte Shahab Jalinoos von UBS Warburg erklärte, der Dollar werde solange schwach bleiben, wie die Anleger in ihrer derzeitigen Risiko-Unlust verharrten.

Nachdem der an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturindex der Einkaufsmanager aus dem Großraum Chicago im August unerwartet stark gestiegen war, schauten die Investoren Händlern zufolge nun darauf, ob der für Dienstagnachmittag MESZ anstehende landesweite ISM-Einkaufsmanager-Index diesen Trend bestätigt. Analysten erwarten durchschnittlich einen Anstieg des Indexes auf 51,6 im August von 50,5 im Vormonat.

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