Warten auf schriftliche Zusage
Ministerium: Nordkorea akzeptiert Bedingungen für Rindfleisch

Reuters BERLIN. Nordkorea will die Bedingungen für Lieferungen von deutschem Rindfleisch nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums akzeptieren. In Gesprächen auf Arbeitsebene sei zugesagt worden, dass internationale Hilfsorganisationen die Verteilung des Fleisches übernähmen, sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag in Berlin. Man warte nun auf eine entsprechende schriftliche Zusicherung. Nächster Schritt sei dann die Entsendung einer Experten-Delegation, die vor Ort prüfen solle, ob die Voraussetzungen für die vereinbarte Weiterverteilung der Lieferungen gegeben seien.

Nordkorea hatte im Februar Interesse an 200 000 von rund 400 000 Rindern erkennen lassen, die wegen der BSE-Krise im Rahmen der EU-Marktbereinigung in Deutschland geschlachtet werden sollen.

Der Ministeriumssprecher sagte weiter, es seien noch mehrere Details zu klären. Ihm sei auch nicht bekannt, dass die geforderten schriftlichen Zusicherungen bereits bei der Bundesregierung eingetroffen seien. Der Internet-Dienst "Spiegel-Online" hatte berichtet, das entsprechende Schreiben von Nordkoreas Landwirtschaftsminister sei am Donnerstag im Auswärtigen Amt eingetroffen. Darin werde das "prinzipielle und große Interesse" für die angebotenen Lieferungen zur Entlastung des eingebrochenen Rindfleischmarktes der Europäischen Union (EU) bekundet. Ferner würden die von der Bundesregierung genannten Bedigungen in dem Schreiben erfüllt. Mit der Fleisch-Verteilung durch internationale Hilfsorganisationen will die Bundesregierung sicher stellen, dass davon nicht nur privilegierte Kreise in Nordkorea profitieren.

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