Warten auf Sitzung der US-Notenbank am 21. August
Wall Street schließt uneinheitlich

Die New Yorker Aktienmärkte haben am Freitag uneinheitlich geschlossen. Während Händlern zufolge die Standardwerte auf Grund von Umschichtungen Kursgewinne durchschnittlich verbuchten, gerieten die Technologiewerte nach einer Senkung der Gewinnerwartungen für mehrere Softwarekonzerne durch zwei Investmentbanken unter Druck und beendeten den Handel insgesamt mit Verlusten.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte beendete den Handel 1,14 Prozent fester auf 10.416,25 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,57 Prozent auf 1190,17 Zähler zu, während der technologielastige Nasdaq-Composite-Index 0,35 Prozent tiefer bei 1956,47 Zählern schloss. Die Technologiebörse markierte damit den tiefsten Schlussstand seit dem 17. April.

"Die Investoren warten zurzeit auf einen Katalysatoreffekt. Dies könnte durch eine weitere Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed anlässlich der Sitzung des Offenmarktausschusses am 21. August erfolgen oder aber durch eine sichtbare Verbesserung in den Unternehmensbilanzen geschehen. Mangels solcher positiver Anzeichen für eine Erholung der US-Konjunktur verhält sich der Markt sehr vorsichtig", kommentierte Guy Truicko, Portfolio-Manager bei Unity Management, das Börsengeschehen.

Händlern zufolge ignorierten die Anleger weitgehend die jüngsten Daten zur US-Konjunktur. Das Arbeitsministerium hatte mitgeteilt, die Rate der US-Erzeugerpreise sei im Juli um 0,9 Prozent gesunken. Von Reuters befragte Volkswirte hatten einen Rückgang von lediglich 0,3 Prozent erwartet. Dies sei der kräftigste Rückgang in fast acht Jahren gewesen, hieß es.

Unterstützung erhielt das Börsenbarometer der Standardwerte von den Aktien des weltweitgrößten Aluminiumproduzenten Alcoa Inc., die Kurszuwächse von 3,12 Prozent auf 37,01 $ verzeichneten, sowie von United Technologies Corp, die 1,76 Prozent auf 73,98 $ zulegten.

Gegen den Trend schlossen die Titel des Tabakkonzerns Philipp , die 0,85 Prozent auf 44,11 $ nachgaben, obwohl ein kalifornisches Gericht in einem Schadenersatzprozess die gegen den Konzern erhobenen Zahlungsforderungen deutlich reduziert hatte.

Im Technologiebereich mussten die Titel von Oracle Corp Verluste von 5,19 Prozent auf 15,16 $ hinnehmen. Zuvor hatte Goldman Sachs die Gewinnerwartung für Oracle im Geschäftsjahr 2002 auf 46 Cents pro Aktie von 48 Cents pro Aktie reduziert. Nach der Herabsetzung der Gewinnerwartung für Siebel Systems Inc. auch durch Goldman Sachs notierten die Papiere des Unternehmens ebenfalls schwach, sie verbuchten deutliche Abschläge von 4,97 Prozent auf 28,29 $. Die Liste der Verlierer führten die Anteilsscheine von BEA Systems Inc. mit einem Kurseinbruch von 8,51 Prozent auf 18,50 $ an. Zuvor hatte Credit Suisse First Boston (CSFB) das Kursziel der BEA-Systems-Aktie um 41 Prozent gesenkt.

An der New York Stock Exchange wechselten insgesamt rund 959 Millionen Aktien den Besitzer, dabei überwogen 1907 Gewinner 1165 Verlierer, 217 Titel notierten unverändert. An der Nasdaq schlossen nach Umsätzen von rund 1,36 Milliarden Aktien 1882 Titel im Minus, 1681 im Plus und 389 unverändert.

Am US-Rentenmarkt notierten die richtungweisenden 30-jährigen Bonds zuletzt 11/32 fester und erbrachten eine Rendite von rund 5,51 Prozent.

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